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Die Themen des Monats
Thema des Monats März/ April 2002
Angst vor dem Vorstellungsgespräch



Viele kennen die Symptome von Prüfungsangst. Ähnliches verspüren viele Bewerber vor dem Vorstellungsgespräch. Da schleicht sich eine persönliche Unruhe ein, die Hände schwitzen, das Gefühl im Bauch wird sehr mulmig. Es kann aber auch noch deutlich schlimmer kommen: Schlafstörungen, depressive oder aggressive Stimmung, Darm- und Magenbeschwerden.

Doch wovor hat man eigentlich Angst ?

Klar Sie haben recht, wenn Sie sagen "man kann in Vorstellungsgespräch versagen und der Job ist weg". Doch selbst wenn Sie absolut Top drauf sind und als zweitbester Bewerber eingestuft sind, steht Ihnen die Tätigkeit nicht zur Verfügung. Geschweige dem Fall, Sie sind sogar der geeignetste Bewerber aber nicht mit dem Hauptabteilungsleiter verwandt ...
D.h. das nicht jedes Gespräch führt zum Arbeitsvertrag. Darüber hinaus verlieren Sie jedoch nichts (meist nicht einmal finanziell) außer Zeit. Gewinnen kann man aber Erfahrung, die fürs Berufsleben zu den wichtigeren Erfahrungsbereichen gehört und nicht in der Uni / Ausbildung vermittelt wurde.

Aber vielleicht wird die Angst ja auch nicht nur vom "Durchfallen" sondern eher von der Bewertung als solches verursacht.
Hierfür sprechen eine ganze Reihe von Tatsachen

Ziel des Vorstellungsgespräch ist natürlich die persönliche Bewertung
Neben der fachlichen Bewertung (meist leichter als eine Prüfung) gibt es aber auch die persönliche Bewertung (steht im Vorstellungsgespräch sogar meist im Vordergrund und kommt in Studium / Ausbildung eigentlich kaum vor)
Der "Bewerter" der Firmenseite stellt eine Blackbox dar, Sie haben keine Bewerbungsunterlagen von Ihrem Gesprächspartner
Der "Bewerter" bestimmt die Spielregeln im Vorstellungsgespräch, die bis dahin gehen, das er / sie deutliche Provokationen, unerwartete, scheinbar zusammenhanglose Fragen stellen darf
Die Bewertung selbst zumeist bis auf eine Entscheidung ja/nein völlig im Dunkeln (ein ordentliches Feedback ist leider nicht so häufig anzutreffen)


Aus diesen (und einigen weiteren) Gründen entsteht ein deutliches Informationsungleichgewicht. 

In der Phantasie entwickelt sich daraus ein bedrohliches Szenario und verursacht sicher hauptsächlich die weit verbreitete Furcht vor dem Vorstellungsgespräch.

Hinzu kommt, das diese Furcht auch noch von Kommilitonen, Freunden und Bekannten weiter verstärkt wird. Es liegt in der menschlichen Psyche begründet, das bei einem Scheitern im Vorstellungsgespräch (was immerhin die Mehrzahl der eingeladenen Bewerber betrifft) die Hauptschuld der Firma bzw. zumindest der undurchsichtigen Vorstellungsgesprächssituation geschuldet ist. 

Meist wird hier auch noch dicker aufgetragen (ungeheure Anforderungen, fertig machen, äußerst schwierige Fragen, mehrere Fangfragen etc.), die beim Zuhören den Eindruck erwecken sollen, so ein Vorstellungsgespräch ist nur für Helden zu schaffen. So können Mythen entstehen!
An dieser Stellen müssen wir jedoch kräftig "Halt rufen", denn unseren Erfahrungen nach, sind die Personalabteilungen in den allerseltensten Fällen an solchen Horrorszenarien im Vorstellungsgespräch interessiert.
Vielmehr ist man interessiert, eine inhaltlich gelöstes Vorstellungsgespräch zu führen, wo man einen guten, unverfälschten Eindruck von den Bewerbern erhält.

In der kurzen Zeit von 1-2 Stunden soll eine verlässliches Bild der Persönlichkeit entstehen. In Kombination mit den Auswertungen der schriftlichen Bewerbungsunterlagen (eventuell den Ergebnissen von AC/Tests) soll eine profunde Einstellungsentscheidung getroffen werden.

Also was soll man machen?

"Weglaufen" geht eigentlich nicht, verschieben auch nicht. Um die Tätigkeit zu bekommen brauchen wir vielmehr als Angst und Furcht eine Top-Tagesform!

Vermeidung von Angst vor dem Vorstellungsgespräch
soll Thema des zweiten Abschnittes sein.








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