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Das Vorstellungs- gespräch


Das Vorstellungs- gespräch eröffnet eine zweite Etappe in der Bewerbungsphase. Sie haben bis hierher viel erreicht und nun gibt es die kommunikative Feuertaufe, siegen oder untergehen. Nein beim letzteren Erfahrungen sammeln.
Aber auch hier können Sie sich ausgiebig vorbereiten, was leider nur sehr wenige Bewerbe wirklich tun.


Auch hier verweisen wir auf unsere kostengünstigen Coaching Angebote, die auch diese Phase mit einschließen. 



ADB Personalberatung
Paulstr. 34
10557 Berlin
Tel.: (030) 39 10 39 25
Fax: (030) 34 90 14 52


Das Vorstellungsgespräch Teil 2



Im Allgemeinen können Sie jedoch mit folgender Gesprächsstruktur rechnen:

1. Begrüßung / Warming up

Die Begrüßung und das erste Aufeinandertreffen der Gesprächspartner/innen ist ein entscheidender Abschnitt für den weiteren Verlauf des Gespräches. 

Hier entsteht Sympathie oder Antipathie. Der erste Eindruck ist entscheidend. Für beide Seiten. Denken Sie hier daran, dass ein Lächeln Tore öffnen kann. Bedenken Sie auch, dass Sie der Gast sind und überlassen Sie die Gesprächsführung Ihrem Gastgeber. In dieser ersten Phase der Kontaktaufnahme z.B. durch Fragen zur Anreise o.ä. wird Ihnen Gelegenheit gegeben anzukommen und Ihre Nervosität abzulegen und sich mit der Gesprächssituation vertraut zu machen


Auch bei scheinbar belanglosen Fragen  (Anfahrt / Urlaub etc.) taktisch klug vorgehen und ohne allzu sehr auszuholen eine positive Gesprächsatmosphäre herstellen.


2. Vorstellung der Bewerberin/ des Bewerbers

Jetzt sind Sie gefragt. Das ist Ihr zweiter Auftritt. Möglicher Weise werden Sie aufgefordert, etwas aus Ihrem Leben zu erzählen bzw. Ihren bisherigen Werdegang kurz darzustellen. 

Legen Sie sich zurecht, was Sie in wenigen Minuten wichtiges über sich und Ihren bisherigen Bildungs- und Berufsweg erzählen wollen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nichts besser kennen als Ihr eigenes Leben, dann dürfte Ihnen das nicht schwer fallen. 
Rechnen Sie mit Fragen, die sich aus Ihrem Lebenslauf ergeben, z.B. warum Sie so lange studiert haben, warum Sie sich für genau dieses Studium entschieden haben o.ä. Dies kann direkt überleiten zur nächsten Phase.


3. Motive Ihrer Bewerbung/ Vertiefungsphase

Wenn Sie sich Klarheit darüber verschafft haben, was sie können und was Sie wollen, sollte Ihnen eine Antwort auf Fragen nach Ihrer Motivation für eine Bewerbung in diesem Unternehmen, warum Sie sich für diese Stelle für geeignet halten  oder auch nach Ihren Erwartungen an die ausgeschriebene Stelle nicht schwer fallen.

Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und der Firma. Wo können Sie Ihre Studienerfahrungen/ Praktikaerfahrungen für die Firma erfolgreich einsetzen? 
Formulieren Sie kurz und knapp. Hier können weitere Fragen zu Ihrem persönlichen Umfeld gestellt werden, um einen Eindruck Ihrer sozialen Kompetenzen zu gewinnen. Überlegen Sie sich Ihre persönlichen Stärken und Schwächen, ohne sich zu sehr Blöße geben zu müssen. Sicherlich werden Sie auch danach gefragt, und Sie sollten eine Antwort parat haben. 

Bedenken Sie, dass aus einer Schwäche auch eine Stärke werden kann.
Fragen zum sozialen Umfeld haben stark an Einfluss gewonnen. Freizeitaktivitäten, gesellschaftliches Aktivsein (Verantwortung zeigen) sind in der Leiter der Einstellungsfragen in den letzten Jahren deutlich nach vorn gerückt.


4. Informationen für den Bewerber/die Bewerberin

Wahrscheinlich erhalten Sie eine Darstellung des Unternehmens und detaillierte Informationen über das Aufgabengebiet, für das eine neue Arbeitskraft gesucht wird. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich sehr interessiert zu zeigen, das Gespräch aktiv mit zu gestalten und vielleicht sogar mit Ihrem schon vorhandenen Wissen über das Unternehmen glänzen zu können. (Die Vorstellung des Unternehmens und eine ausführliche Information über die ausgeschriebene Stelle werden auch gerne an den Anfang des Gespräches gestellt.)



Bitte hören Sie aufmerksam zu. Eingeworfene Fragen erübrigen sich oft von selbst.


5. Situative Fragen

Eventuell werden Ihnen hier - wie schon in der Vertiefungsphase - Fragen gestellt, um Ihre Persönlichkeit zu testen, z.B. wie Sie mit Kritik umgehen, worüber Sie sich ärgern können oder wie Sie mit Konflikten bisher umgegangen sind oder warum Sie meinen, dass Sie die/der Richtige für diese Stelle sind. 

Geben Sie acht, dass sich Ihre Antworten zu früheren nicht widersprechen. Hier wird getestet, ob Sie sich die Antworten vorher nur zurecht gelegt haben oder, ob Sie sich auch damit identifizieren können.








6. Fragen der Bewerberin/ des Bewerbers

Jetzt haben Sie die Möglichkeit alles zu erfragen, was für Ihre Entscheidungsfindung wichtig ist und was sich nicht schon im Laufe des Gespräches hat klären können, z.B. was das Unternehmen für Erwartungen an die ausgeschriebene Stelle, also auch an Sie hat, mit wem Sie zusammenarbeiten werden o.ä.


7. Gesprächsabschluss/ Verabschiedung

Die finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen müssen noch besprochen werden. Ist klar, dass noch ein zweites Gespräch zum Auswahlverfahren gehört, kann dies durchaus dort erst verhandelt werden. Sonst wird das weitere Vorgehen an dieser Stelle vereinbart.

Bei Fragen über das Gehaltsangebot sollten Sie sich vorher über die üblichen Tarife informieren, zudem ist es günstiger mit Jahresbrutto-Spannen zu arbeiten (z.B. 30.000-35.000 €).

Ihre Gesprächspartner werden sich bei Ihnen für das Gespräch bedanken und man verabschiedet sich. 
Denken Sie daran, sich jedoch vorher über den weiteren Ablauf zu verständigen. Wie auch immer das Gespräch aus Ihrer Perspektive verlaufen sein mag, wahren Sie Haltung und seien Sie so höflich wie zu Beginn. Ein Lächeln erfüllt auch hier seinen Zweck.


Die Nachbereitung

Nehmen Sie sich Zeit dafür, jedes Vorstellungsgespräch genauso ausführlich nachzubereiten wie Sie sich darauf vorbereitet haben. Wenn Sie mehrere Gespräche innerhalb kurzer Zeit führen, wird Ihnen das eine große Hilfe sein, gegebenenfalls eine Entscheidung zu treffen.

Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll an und halten Sie Ihre Eindrücke schriftlich genau fest. 

  Haben Sie Antworten auf alle Ihre Fragen bekommen? 
  Wie war die Gesprächsatmosphäre? 
  Haben Sie sich wohl gefühlt? 
  Können Sie sich tatsächlich vorstellen in diesem Unternehmen zu arbeiten? 
  Wissen Sie, mit wem Sie  wie zusammen arbeiten werden?

Gibt es ein zweites Gespräch, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Eindrücke zu überprüfen. Dann haben Sie den Vorteil, dass Sie vielleicht schon einige Gesichter kennen, denen Sie gegenüber sitzen werden, bzw. Ihnen die Atmosphäre im Unternehmen bereits vertraut ist und Sie diesmal genauer hinsehen können.


Dann heißt es warten...

Der Idealfall: Sie haben überzeugt und das Unternehmen möchte Sie einstellen. 

Herzlichen Glückwunsch! 

Der nächste Schritt ist jetzt, sich über den Arbeitsvertrag einig zu werden.


Die Absage. Erhalten Sie eine Absage per Standardbrief ohne genaue Begründung, scheuen Sie sich nicht, noch einmal telefonisch nach den genauen Gründen zu fragen. 
Das kann Ihnen für die nächsten Bewerbungen und Gespräche hilfreich sein. Bereiten Sie sich auf dieses Telefongespräch vor, wie zur Informationssammlung bei der Initiativbewerbung.

Eine andere Möglichkeit ist ein Nachfassbrief, indem Sie Ihr Interesse an der Stelle nochmals betonen und Ihr Bedauern über die Entscheidung ausdrücken können. Vielleicht gehörten Sie ja zu den ganz engen Kandidaten und Kandidatinnen, und im Falle einer Fehlentscheidung von Seiten des Unternehmens besteht nun die Möglichkeit, doch noch einmal auf Sie zuzukommen.

Wie auch immer die Entscheidung fallen wird, auf jeden Fall sind Sie um eine Erfahrung reicher, und

Sie sind fit für das nächste Gespräch.


Nach den Ausführungen zum Vorstellungsgespräch wollen wir uns nun mit dem Assessment-Center-Verfahren auseinandersetzen.









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