Mit der Einladung zum Bewerbungsgespräch geht deine Bewerbung in die heiße Phase. Höchste Zeit, nochmal Vollgas zu geben und dich perfekt vorzubereiten. Genauer gesagt: auf die 15 häufigsten Fragen, die im Bewerbungsgespräch gerne gestellt werden. Die haben es nämlich in sich. Doch mit der richtigen Herangehensweise und dem Wissen, was der Personaler mit den typischen Fragen im Bewerbungsgespräch über dich herausfinden will, meisterst du sie selbstsicher. Wir verraten dir, wie du die Ruhe bewahrst und mit ehrlichen, clever formulierten Antworten punktest.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen zu den 15 häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch

Bevor wir mit den typischen Fragen im Vorstellungsgespräch loslegen, gehen wir zunächst auf das Grundprinzip der Fragetechnik des Personalers ein. Als Bewerber solltest du dir im ersten Schritt jedoch bewusst machen, dass du mit deiner Bewerbung bis hierher Vieles richtig gemacht und das Unternehmen bereits ein Stück weit von dir überzeugt hast.

Denn mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch hat das Unternehmen ganz offen sein Interesse bekundet. Du bist in die engere Auswahl gekommen und hast bereits einen Großteil der Mitbewerber hinter dir gelassen.

Es gibt also für dich keinen Grund, allzu nervös zu sein oder in Selbstzweifel zu verfallen. Ganz im Gegenteil: Der Personaler, der dein Gesprächspartner sein wird, erwartet nun, dass du den positiven Eindruck, den du mit deiner Bewerbung hinterlassen hast, im Bewerbungsgespräch noch einmal bekräftigst.

Gehe deshalb mit Selbstbewusstsein in den Gesprächstermin und lasse dich durch unangenehme Fragen nicht verunsichern. Das ist nämlich das Ziel vieler Personaler, die mit typischen Stressfragen interessanten Bewerbungskandidaten auf den Zahn fühlen wollen.

Zeige gesundes Selbstvertrauen im Vorstellungsgespräch

Lädt dich das Unternehmen zum Vorstellungsgespräch ein, ist es dir gelungen, von deiner fachlichen Eignung zu überzeugen. In deinem Lebenslauf und anhand deiner Bewerbungsanhänge hast du dem Unternehmen deine schulische Leistung beziehungsweise deinen beruflichen Werdegang dargelegt und bewiesen, dass du über die geforderten Qualifikationen verfügst.

Blick hinter den Vorhang im Theater.
Personaler wollen herausfinden, ob hinter der schönen Fassade auch ein guter Bewerber steckt.

Im Vorstellungsgespräch geht es nun vornehmlich darum, zu prüfen, ob du auch soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und das notwendige Selbstvertrauen mitbringst.

Darüber hinaus möchte sich der Personaler davon überzeugen, ob du in deiner Bewerbung lediglich positive Formulierungen genutzt oder ob du eine zutreffende Selbsteinschätzung vorgenommen hast. Denn es ist das Eine, sich im Bewerbungsanschreiben als motivierter Mitarbeiter darzustellen, und das Andere, auch tatsächlich motiviert zu sein und seine Behauptungen untermauern zu können.

Die meisten der häufig vorkommenden Fragen im Vorstellungsgespräch zielen daher darauf ab, deine Persönlichkeit, Motivation und Leistungsbereitschaft zu beleuchten und zu hinterfragen.

Keine Angst vor Stressfragen im Bewerbungsgespräch

Wie schon erwähnt: Der Personaler wird dich womöglich mit provokanten Stressfragen konfrontieren, die sich mitunter geradezu unverschämt anfühlen können. Bei diesen speziellen Fragen kommt es dem Personaler weniger auf den Inhalt deiner Antworten an, sondern vielmehr geht es um die Art und Weise, wie du – sachlich und souverän oder doch emotional und aufgebracht? – auf die Fragen reagierst und wie du dich in der unangenehmen Gesprächssituation zu behaupten weißt.

Personaler konstruieren unangenehme Situationen, um mehr über den Bewerber herauszufinden.

Das Vorstellungsgespräch dient nicht vornehmlich der Überprüfung deiner fachlichen Qualitäten, sondern sollte als ein Persönlichkeitstest verstanden werden, dessen Ergebnis bei der Bewerberauswahl das Zünglein an der Waage ist. Der Personaler möchte schlicht mehr über dich herausfinden, er möchte sehen, wie du „tickst“.

Die Gesprächsphasen im Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche lassen sich grob in verschiedene Gesprächsphasen unterteilen: Zu Beginn wird der Personaler sanften Smalltalk mit dir halten, der zur Auflockerung dienen soll. Erfahrene Personaler wissen schließlich, dass jeder Bewerber insbesondere in den ersten Minuten nervös ist und unter Spannung steht. Nach dem scheinbar unverfänglichen Smalltalk leitet der Personaler in die nächsten Gesprächsphasen über, bei denen es dann an das „Eingemachte“ geht, bevor das Gespräch sich mit dem Abschnitt der Rückfragen an das Unternehmen sowie der Verabschiedung dem Ende nähert.

Viele Bewerber bereiten sich intensiv auf die Fragen in den mittleren Gesprächsabschnitten vor, machen aber den Fehler, den vermeintlich lockeren Smalltalk zu Beginn und am Ende des Vorstellungsgesprächs zu unterschätzen.

Bewerber tappen deshalb oft schon bei der Begrüßung oder aber bei der Verabschiedung in das ein oder andere Fettnäpfchen und katapultieren sich somit ins Abseits. Damit dir das nicht passiert, gehen wir nun auf die 15 häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch ein und zeigen auf, worauf es wirklich ankommt.


Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch: Begrüßung und Smalltalk

Du bist pünktlich zum Vorstellungsgespräch im Unternehmen angekommen. Der Personaler begrüßt dich, während er dich in sein Büro führt. Meist beginnt an diesem Punkt bereits das Interview, obwohl die sanften Einstiegsfragen völlig harmlos und nebensächlich erscheinen.

Aber diese freundlichen, scheinbar floskelhaften Fragen haben es in sich!

„Sind Sie gut durch den Stau gekommen?“

Was nach einer harmlosen Fragestellung klingt und oft missverständlich als reine Höflichkeitsfloskel empfunden wird, ist die erste Interviewfrage, deren Antwort eine hohe Aussagekraft über deine Arbeitsmoral und deine Zuverlässigkeit als angehender Mitarbeiter beinhaltet.

Der Personaler will anhand dieser Fragestellung herausfinden, ob du ein Arbeitnehmer bist, der pünktlich am Arbeitsplatz erscheint. Ihm ist bewusst, dass dein Arbeitsweg mit einem hohen Stauaufkommen verbunden ist. Deine Antwort verrät ihm, wie hoch deine Motivation ist, trotz Stau jeden Tag pünktlich zu erscheinen.

Bremsende Rücklichter von Autos im Stau.
Es geht nicht um den Stau – sondern um dich.

Es ist keinesfalls sinnvoll, die Frage kurz und knapp mit einem „Ja, kein Problem!“ zu beantworten. Denn einmal pünktlich durch den Stau zu kommen, ist kein Problem. Aber wie verhält es sich, wenn du an jedem Arbeitstag trotz Stau pünktlich am Arbeitsplatz eintreffen sollst?

Um auf diese erste Frage möglichst aussagekräftig und vorteilhaft zu antworten, gehe darauf ein, dass du dich vorab mit der Situation des Berufsverkehrs beschäftigt und du dich gezielt für einen bestimmten Anfahrtsweg mit dem eigenen PKW oder mit einem öffentlichen Verkehrsmittel entschieden hast.

Eine gute Antwort könnte zum Beispiel sein:

„Ja, danke der Nachfrage. Ich hatte mich schon vor einigen Tagen erkundigt, mit welchem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist und ob es Möglichkeiten gibt, den größten Staus auszuweichen. Da die große Kreuzung auf der Schillerstraße um diese Uhrzeit immer überlastet ist, habe ich mich für den kleinen Umweg über die Torstraße entschieden.“

Mit solch einer Antwort zeigst du, dass du planvoll vorgehst und dir Gedanken über einen bessern Anfahrtsweg gemacht hast.

„Darf ich Ihnen ein Getränk anbieten?“

Mit dieser Frage zielt der Personaler auf deine gesellschaftlichen Umgangsformen ab. Bist du höflich? Bist du kompliziert? Traust du dich, einen Wunsch zu äußern? Wie gehst du mit dem Getränk um?

Das Anbieten eines Getränks ist eine höfliche Geste. Darum solltest du mit einer freundlichen Antwort reagieren. Weder spricht etwas dagegen, ein Getränk dankend abzulehnen, noch das freundliche Angebot anzunehmen. Allerdings solltest du bei der Beantwortung an einige wichtige Punkte denken:

  • Falls du ablehnen möchtest, denke daran, dass dir im Laufe des Bewerbungsgesprächs der Mund trocken werden könnte. Es kann also sinnvoll sein, von dem Angebot Gebrauch zu machen.
  • Wenn du zu den Menschen zählst, die nach dem Trinken schnell auf die Toilette müssen, wäre es besser, dankend abzulehnen.
  • Nimmst du das Angebot an, bitte um ein Getränk, das dem Personalverantwortlichen keine Mühe macht.

Für welches Getränk du dich entscheiden solltest, hängt mitunter von der Formulierung deines Gesprächspartners ab.

Formuliert er die Frage zum Beispiel so: „Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“, kannst du davon ausgehen, dass es dem Personaler keine großen Umstände macht, dir eine Tasse Kaffee hinzustellen. Es ist also unproblematisch, wenn du den Kaffee annimmst und dich bedankst.

Sofern er dir jedoch kein bestimmtes Getränk anbietet, frage nicht nach einem Kaffee, einem Glas Orangensaft, einer Cola oder einem anderen speziellen Getränk. Bitte um ein Glas Wasser – das macht keine Umstände!

Übrigens: Der Griff nach der Kaffeetasse verrät unter Umständen deine Nervosität. Zittern deine Hände, wenn du nach dem kleinen Henkel der Tasse greifst, macht das keinen guten Eindruck. Der Griff nach einem Wasserglas ist weniger verräterisch. Ein stilles Mineralwasser ist besser als ein Glas Sprudel – denn dann musst du aufpassen, dass dir wegen der Kohlensäure kein Rülpser herausrutscht!

Ein angebotenes Getränk anzunehmen, ist auch aus einem anderen Grund sehr zu empfehlen. Benötigst du für die Beantwortung einer Fragestellung einen kurzen Moment zum Nachdenken, nimmst du das Glas oder die Tasse in die Hand, um einen Schluck zu nippen. Dadurch gewinnst du etwas Zeit, um deine Antwort vorab im Kopf zu formulieren.


Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch: eigener Werdegang und Stressfragen

In der folgenden Gesprächsphase steht dein bisheriger beruflicher Werdegang im Fokus. Fragen, die hier gestellt werden, zielen häufig auf die Loyalität des Arbeitnehmers ab und sollen näher beleuchten, wie der Bewerbungskandidat über alte Arbeitgeber spricht. Außerdem erhoffen sich Personaler, in diesem Gesprächsabschnitt genauer hinterfragen zu können, ob sich der Bewerber eventuell beim vorigen Arbeitgeber etwas hat zu Schulden kommen lassen.

Lass dich nicht provozieren: Bleibe freundlich, entspannt und sachlich.

Bei Bewerbern, die schon länger arbeitssuchend sind, wird auch hinterfragt, warum das der Fall ist und ob der Bewerber etwas zu verbergen oder gravierende Defizite hat. Allerdings kann es auch vorkommen, dass die Frage nach „langer Arbeitslosigkeit“ als Stressfrage gestellt wird, wenn die Arbeitslosigkeit zum Beispiel gerade erst zwei Monate andauert. Daher ist bei diesem Fragenkomplex höchste Vorsicht geboten – lasse dich auf keinen Fall provozieren. Bleibe freundlich, entspannt und sachlich!

„Warum sind Sie schon so lange arbeitslos?“

Wie du am besten auf diese Stressfrage im Bewerbungsgespräch antwortest, hängt von deiner individuellen Situation ab. Bist du erst seit zwei, drei oder vier Monaten auf Jobsuche, handelt es sich noch nicht um Langzeitarbeitslosigkeit. Diese Phase kannst du damit begründen, dass die Situation am Arbeitsmarkt angespannt und es dir wichtig ist, nicht bei „irgendeinem“ Arbeitgeber in ein Anstellungsverhältnis zu kommen.

Führe aus, dass du dich nur bei Unternehmen beworben hast, mit denen du dich gut identifizieren und bei denen du dir ein langfristiges Arbeitsverhältnis vorstellen kannst.

Mit einer solchen Argumentation schmeichelst du dem Unternehmen, bei dem du gerade das Vorstellungsgespräch wahrnimmst und du erwähnst „nebenbei“, dass du dem Unternehmen, das dich einstellt, lange treu bleiben möchtest. Darüber hinaus signalisierst du auf sehr dezente Weise, dass du es dir erlauben kannst, in Bezug auf deinen neuen Arbeitgeber wählerisch zu sein – ohne dabei überheblich zu wirken.

Nicht den Kopf in den Sand stecken: Gehe mit schwierigen Situationen souverän und ehrlich um.

Bei längerer Arbeitslosigkeit ist es etwas schwieriger, eine möglichst gute Antwort zu geben. Suchst du eine Stelle für einen Beruf, für den es nicht allzu viele Stellenangebote gibt oder bei denen die Anzahl der Mitbewerber besonders hoch ist, argumentiere sachlich mit diesen Fakten. Der Personaler kennt ohnehin die Situation am Arbeitsmarkt, sodass dir kein Nachteil entsteht.

Problematisch wird es, wenn du aufgrund mangelnder Qualifikationen oder durch eine selbstverschuldete Kündigung Schwierigkeiten hast, beruflich wieder Fuß fassen zu können. In solchen Fällen hilft nur Ehrlichkeit. Antworte keinesfalls ausweichend, sondern sprich die Problematik offen an. Dafür ein Beispiel:

„Wie Sie meiner Bewerbung entnehmen konnten, wurde ich von meinem vorigen Arbeitgeber gekündigt, weil … Dies erschwert natürlich die Jobsuche. Über meinen Fehler habe ich intensiv nachgedacht, sodass ich Ihnen versichern kann, dass dies nicht noch einmal passiert. Ich hoffe darauf, dass ich meine Eignung bei Ihnen unter Beweis stellen und Sie davon überzeugen darf, dass Sie mit mir einen engagierten und zuverlässigen Mitarbeiter gewinnen.“

„Könnten Sie bitte das Verhältnis zu Ihrem vorigen Vorgesetzten und Ihren ehemaligen Kollegen beschreiben?“

Deine Loyalität zu deinem ehemaligen Arbeitgeber steht auf dem Prüfstand. Hüte dich davor, dich zu verplappern und dich negativ über deinen Ex-Chef auszulassen. Sofern es Reibungspunkte oder gar Auseinandersetzungen gab, solltest du diese aber auch nicht verheimlichen. Denn letztlich gab es ja einen Grund dafür, dass du gekündigt hast, du gekündigt wurdest oder du deinem alten Arbeitgeber den Rücken zukehren willst.

Falls es tatsächlich Differenzen mit dem Vorgesetzten oder Kollegen gab, fasse dich kurz und schildere sachlich, welche Probleme es gab. Vermeide Schuldzuweisungen, die darauf schließen lassen, dass du möglicherweise

  • uneinsichtig,
  • nicht kritikfähig,
  • nicht teamfähig,
  • oder respektlos gegenüber Vorgesetzten sein könntest.

Bist du in der Situation, dass dein Jobwechsel dadurch zu begründen ist, dass es Probleme mit dem Vorgesetzten gab, sollte sich deine Schilderung auf für den Personaler nachvollziehbare Gründe beziehen – aber grundsätzlich nicht in einer Schimpftirade oder in einer allzu umfangreichen Kritik am vorherigen Arbeitgeber beziehungsweise Vorgesetzten enden.

Betone außerdem immer, dass du versucht hast, Lösungen und Kompromisse herbeizuführen. Denn Nörgler, die selbst keine Initiative zur Verbesserung zeigen, sind nicht gern gesehen.

Relativ unverfänglich könnte es beispielsweise sein, wenn du ein gutes Verhältnis zu Vorgesetztem und Kollegen beschreibst, du jedoch eine schlechte Kommunikation im Team zu beklagen hattest oder du bei Aufstiegschancen benachteiligt wurdest, obwohl du über die entsprechend benötigten Qualifikationen und ausreichend Berufserfahrung verfügst.

Fatal sind indes Formulierungen wie „häufige Diskussionen mit dem Chef“, „viel Ärger mit einer Kollegin“ oder „das unkollegiale Verhalten der Arbeitskollegen“. Sie stellen deine sozialen Kompetenzen in Frage und lassen dich wie einen brodelnden Unruheherd wirken, der ständige mit seinen Mitarbeitern aneinandergerät.

Fokussiere dich nicht auf die vermeintlichen Fehler und Unzulänglichkeiten anderer – kehre lieber vor der eigenen Haustür.

Wichtig ist zudem, dass deine Antwort kein schlechtes Bild auf den ehemaligen Arbeitgeber und deine Vorgesetzten projiziert, denn der neue Arbeitgeber müsste sonst davon ausgehen, dass du irgendwann auch über ihn schlecht redest. Vermeide es ebenfalls, Betriebsinterna auszuplaudern, die nicht für Dritte bestimmt sind.

Hat dein Vorgesetzter beispielsweise eine gravierende fachliche Fehlentscheidung getroffen, durch die ein Projekt regelrecht vermasselt wurde, gehe auf die Details nicht näher ein. Sonst lässt das die Interpretation zu, dass du Betriebsgeheimnisse ausplauderst. Eine Möglichkeit, wie du in einer solchen Situation deine Antwort gut relativieren kannst:

„Grundsätzlich war das Verhältnis zum Vorgesetzten wie auch zu den ehemaligen Kollegen gut. Allerdings gab es hier und da ein paar strittige Entscheidungen durch den Vorgesetzten, die den Erfolg des Teams negativ beeinflusst haben. Obwohl wir als Team die Rücksprache mit dem Vorgesetzten suchten, stellte sich kaum Besserung ein. Ich bitte jedoch um Ihr Verständnis, dass ich dies hier nicht näher ausführe, da es sich um betriebsinterne Details handelt.“

Mit dieser Antwort wirkst du selbstbewusst und du stellst die Loyalität zu deinem ehemaligen Arbeitnehmer unter Beweis. Darüber hinaus zeigst du, wie wichtig dir der Erfolg des Teams ist.

„In welchen Bereichen haben Sie fachliche Defizite und wie gehen Sie damit um?“

Rufe dir ins Gedächtnis, was wir eingangs schon erwähnt haben: Du hast mit deiner fachlichen Eignung das Unternehmen bereits überzeugt, sonst hätte man dich nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Eine Frau zeigt auf die Krone, die sie auf dem Kopf trägt.
Dass Eigenlob stinkt, weiß jedes Kind – eine gesunde Portion Selbstkritik kommt beim Personaler viel besser an.

Um diese häufig vorkommende Frage im Bewerbungsgespräch vorteilhaft zu beantworten, solltest du nicht antworten, dass du alles kannst und alles weißt. Beweise einerseits ein gesundes Selbstbewusstsein, andererseits aber auch ein realistisches Einschätzungsvermögen, indem du deine Stärken und Schwächen realistisch bewertest.

Eine sehr gute Antwortmöglichkeit bietet sich dir, indem du auf deine individuellen Stärken und Schwächen eingehst und gleichzeitig ein Konzept durchblicken lässt, wie du deine Schwächen ausgleichst und daran arbeitest, dich kontinuierlich zu verbessern.

Auch dafür ein Antwortbeispiel:

„Wie Sie bereits meinen Bewerbungsunterlagen entnehmen konnten, habe ich mich aufgrund meiner Weiterbildungsmaßnahmen auf den Bereich X spezialisiert. Hier und da fehlt mir jedoch im Bereich Y fachspezifisches Wissen, weil dies bislang nicht zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten gehörte. Jedoch lese ich in meiner Freizeit Fachliteratur, um mich in die Thematik einzuarbeiten. Falls es für meine berufliche Zukunft in Ihrem Haus wichtig ist, dass ich mich in dem Bereich weiterbilde, kommt für mich selbstverständlich eine dementsprechende Fortbildungsmaßnahme in Betracht, um Ihren Anforderungen vollumfänglich gerecht werden zu können.“

Die Antwortstrategie ist klar: Du trittst selbstbewusst auf, weil du dein Können in den Vordergrund rückst und selbstkritisch einräumst, dass du nicht alles kannst und weißt. Aber du zeigst ebenso ganz deutlich deine Bereitschaft auf, dich bei Bedarf weiter fortzubilden.

Deine realistische Selbsteinschätzung macht dich sympathisch. Denn wer sich und seine Fähigkeiten selbstkritisch einschätzen kann, wird auch mit Kritik von außen gut umgehen können.

„Warum haben Sie sich ausgerechnet für diesen Beruf entschieden?“

Der Personalverantwortliche will herausfinden, mit wie viel Leidenschaft du deinen Beruf ausübst und ob du für deinen Job „brennst“. Deine Antwort gibt Aufschluss darüber, mit welcher Motivation du deiner beruflichen Tätigkeit nachkommst. Ein Bewerber, der seinen Beruf liebt und der sich vielleicht auch im privaten Bereich mit einem ähnlichen Hobby beschäftigt, ist bei Arbeitgebern gerne gesehen.

Allerdings steckt hinter dieser Frage noch eine andere Intention. Der Personaler will herausfinden, ob du dich nur halbherzig für deinen Job entschieden hast oder eventuell nur aus finanziellen Gründen.

Bei der Beantwortung darfst du ruhig etwas ausholen und mit einer wohldosierten Portion Enthusiasmus darüber berichten, warum du dich für deine berufliche Laufbahn entschieden hast, welche Herausforderungen dich interessieren und was dir im Beruf am meisten Spaß macht. Hast du bereits vor deiner Ausbildung ein Hobby ausgeübt, das deine Berufswahl beeinflusst hat, gehe auch darauf kurz ein. Dies zeigt, dass du bei der Jobwahl planvoll und strukturiert vorgegangen bist.


Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch: die eigene Motivation

Eine Vielzahl an Fragen im Vorstellungsgespräch widmen sich der Motivation des Bewerbungskandidaten. Personaler bedienen sich unterschiedlicher Fragestellungen, deren Absicht nicht immer auf Anhieb ersichtlich ist, wie die nächste, oft gestellte Interviewfrage deutlich macht.

„Wie wichtig ist Ihnen Erfolg und woran machen Sie diesen fest?“

Mit dieser Interviewfrage solltest du dich unbedingt vor dem Termin zum Vorstellungsgespräch auseinandersetzen. In der Arbeitswelt gilt das Streben nach Erfolg als Antriebsmotor. Wer es weit bringen will, braucht ein berufliches Ziel und die Motivation, dieses zu erreichen. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Definition des Begriffes Erfolg.

Definiere, was für dich Erfolg bedeutet, und wäge ab, ob deine beruflichen Ziele zu der ausgeschriebenen Stelle und Position passen. Selbstverständlich hat der Personaler eine gewisse Erwartungshaltung, die je nach Beruf und Position variiert.

In eher einfachen Berufen kann Erfolg bereits darin zu sehen sein, dass man als Arbeitnehmer eine Festanstellung mit durchschnittlichem Verdienst hat, damit die Familie gut davon leben kann. Führungskräfte erwarten indes, dass sich ihnen gute Aufstiegschancen und verantwortungsvolle Tätigkeitsbereiche bieten.

Erfolg ist eine Frage der Definition – nutze die Beweglichkeit des Begriffs zu deinem Vorteil.

Aber in jedem Fall sollte bei der Beantwortung der Erfolgsfrage auch die Leidenschaft zum Beruf angesprochen werden. Erfolg ist nämlich auch, das zu tun, was man liebt. Beschreibst du dem Personaler im Bewerbungsgespräch, dass die Ausübung deines Berufs deine Lebenszufriedenheit erhöht, kommt deine Antwort garantiert gut an. Sie bestätigt, wie wichtig dir dein Beruf ist und dies wiederum deutet auf eine hohe Motivation hin.

„Welche Etappen Ihrer beruflichen Laufbahn bereuen Sie? Was würden Sie noch einmal genauso machen?“

Der Personaler hinterfragt, wie zufrieden du mit deinen beruflichen Entscheidungen bist. Im Idealfall erfährt er von dir, ob du gezielt und planvoll vorgehst, weil dir deine berufliche Karriere wichtig ist oder ob du „nur“ arbeitest, um Geld zu verdienen. Darüber hinaus könnte der Personalverantwortliche auch eine Antwort erhalten, die Aufschluss darüber gibt, wie zufrieden du heute mit deiner Berufswahl wirklich bist.

Bist du mit deinem beruflichen Werdegang zufrieden und arbeitest du auch nach vielen Berufsjahren immer noch gerne in deinem Job, ist es kein Problem, auf diese Fragestellung richtig zu antworten.

Es ist heute völlig normal, dass sich Menschen im Laufe ihres Arbeitslebens neu orientieren.

Hast du erst über Umwege zu deinem derzeitigen Job gefunden, schildere wahrheitsgemäß, wie es dazu kam. Es ist keine Seltenheit, dass Menschen im Laufe der ersten Ausbildung oder nach mehreren Berufsjahren erkennen, dass sie bei der ersten Jobwahl daneben lagen.

Zudem ändern sich in manchen Branchen die Anforderungen im Laufe der Jahre. Auch entstehen neue Berufe, die das Interesse an einer beruflichen Veränderung wecken können, sodass über eine Zweitausbildung ein Berufswechsel erfolgt. Trifft das auf dich zu, zeugt dies von einem motivierten Bewerber, der sich engagiert um seine berufliche Zukunft und Zufriedenheit kümmert.

Grundsätzlich solltest du nicht den Eindruck erwecken, einzelne Etappen deines beruflichen Werdeganges zu „bereuen“, da dieser Begriff eher negativ geprägt ist und er dich in ein schlechtes Licht rücken könnte.

Außerdem haben dich deine Erfahrungen zu dem Menschen gemacht, der du heute bist. Gibt es dennoch etwas, was du bereust und mit dem heutigen Wissen anders machen würdest, verwende positive Formulierungen, mit denen du aufzeigst, dass du insgesamt mit all deinen beruflichen Entscheidungen im Reinen bist. So wie in dieser Beispielantwort:

„Glücklicherweise gibt es in meiner beruflichen Laufbahn keine Etappen, die ich bereue. Denn als mir nach zehn Jahren in meinem ersten Beruf klar wurde, dass mich die Aufgaben in diesem Beruf nicht mehr erfüllen, habe ich mich bewusst für eine berufliche Umorientierung entschieden. Aufgrund meines Interesses an … lag es auf der Hand, mich zu einer weiteren Ausbildung in diesem Bereich zu entschließen. Und diese Entscheidung würde ich jederzeit wieder so treffen, da mir der Beruf als … großen Spaß macht.“


Die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch: das Privatleben

Zu den 15 häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch gehören auch einige Fragen zum Privatleben. Diese können durchaus grenzwertig oder sogar nicht erlaubt sein. Dann müssen sie nicht beantwortet werden. Fragestellungen rund um dein Privatleben eignen sich jedoch gut, damit der Personaler sich ein persönliches Bild von dir machen kann.

Bei den typischen Fragestellungen zum Privatleben ist handelt es sich oft um Fangfragen. Beispielsweise werden junge Frauen gern nach der Familienplanung befragt. Gesteht die Bewerberin ihren Kinderwunsch, hat diese ehrliche Antwort meist die Absage des Unternehmens zur Folge.

Als Bewerberin steht selbstverständlich deine berufliche Karriere im Vordergrund und an einen Kinderwunsch ist – offiziell – nicht zu denken. Auch wenn sich dies jederzeit ändern kann.

  • Ähnliche Nachteile können Bewerbern entstehen, die ein risikoreiches Hobby wie Fallschirmspringen oder Free-Climbing betreiben. Der Arbeitgeber muss damit rechnen, dass ein solcher Arbeitnehmer sich schwer verletzen und für längere Zeit ausfallen könnte.
  • Gerne gesehen sind hingegen sportlich aktive Bewerbungskandidaten, die weniger gefährlichen Ausdauersport betreiben, weil dies impliziert, dass es sich um einen gesundheitsbewussten Bewerber handelt, der nicht so oft krankgeschrieben wird.
  • Ebenso gehören ehrenamtliche Tätigkeiten und Mitgliedschaften in Vereinen zu gerne gesehenen Freizeitbeschäftigungen.

„Wie groß ist Ihr Freundeskreis und was schätzen Ihre Freunde an Ihnen?“

Durch diese raffinierte Frage erhält der Personaler einen Einblick in deine Persönlichkeit. Sie wird oft mit Ergänzungsfragen gestellt, durch die hinterfragt wird, was du mit deinem Freundeskreis unternimmst, wie oft ihr gemeinsam unterwegs seid und inwiefern ihr etwas „Vernünftiges“ in der Freizeit unternehmt.

Unverfänglich sind in der Regel solche gemeinsamen Unternehmungen, die nicht für hochgezogene Augenbrauen sorgen dürften:

  • gemeinsames Kochen
  • Familienausflüge
  • sportliche Aktivitäten
  • Kino- und Theaterbesuche
  • Städtereisen

Dass ihr euch vielleicht jeden Sommer in den Flieger nach Mallorca setzt, um dort mit großer Gewissenhaftigkeit dem Sangria zu huldigen, sollte allerdings lieber unter den Tisch fallen.

Vorsicht, insbesondere der zweite Abschnitt der Frage hat es in sich. Die Einschätzung deiner Freunde verraten dem Personaler, was deine persönlichen Stärken und Schwächen sind (Stichwort: Soft Skills). Beschreiben dich deine Freunde als pünktlich, zuverlässig, hilfsbereit und als Teamplayer, nimmt dein Gesprächspartner im Bewerbungsgespräch diese Informationen mit Freude zur Kenntnis. Er kann davon ausgehen, dass du diese Eigenschaften auch mit zur Arbeit bringst.

„Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?“

Das wird häufig gefragt, wenn es um die Stellenbesetzung einer Führungsposition geht. Die Intention der Fragestellung: Versteht der Bewerber es, sich im Urlaub gut zu erholen, um Stress abzubauen und einem Burnout vorzubeugen?

Ein Mann sitzt gelangweilt auf der Couch und schaut Fernsehen.
Die Urlaubsgestaltung des Bewerbers erlaubt Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit.

Allerdings wird mit der Frage auch etwas anderes bezweckt: Lebt der Bewerber über seine Verhältnisse? Gönnt er sich einen teuren Luxusurlaub, der nicht zum Einkommen passt?

Berichte möglichst offen über deine Urlaubsplanung, jedoch solltest du eher nicht dahingehend antworten, dass du deinen Jahresurlaub zuhause auf dem Sofa verbringst. Sonst könnte der Personaler vermuten, dass du überschuldet bist, du dir eine erholsame Urlaubsreise nicht leisten kannst oder du mit deinen Urlaubstagen nichts anzufangen weißt.

Eine Erholungsreise zum Wandern, ans Meer oder eine Städtereise – damit liegst du im grünen Bereich. Rechne aber mit Rückfragen, wo du bereits warst. Vielleicht war der Personaler ebenfalls dort und kennt die Urlaubsregion.


Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch: die Selbsteinschätzung

Der Personaler interessiert sich dafür, wie gut du dich sowie deine Stärken und Schwächen einschätzen kannst.

Beachte: Jeder Personaler wünscht sich einen kompetenten, zuverlässigen und fleißigen Mitarbeiter. Diese Eigenschaften sollten eine Selbstverständlichkeit für jeden Bewerber sein! Daher eignen sich diese Punkte nicht, um sie als Stärken und Schwächen zu benennen. Viel wichtiger ist es, dass du konkret Punkte ansprichst, die dich ganz persönlich auszeichnen und mit denen du dich womöglich sogar von deinen Mitbewerbern abhebst.

„Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“

Diese Frage kommt in nahezu jedem Bewerbungsgespräch vor und bietet dir die Möglichkeit, noch einmal auf deine wichtigsten Skills hinzuweisen.

Gehört es zum Beispiel zu deinen Stärken, selbst in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren oder gegenüber schwierigen Kunden freundlich zu bleiben, mit geschickter Kommunikation aufgebrachte Kunden zu besänftigen und im Interesse des Unternehmens sogar in verzwickten Situationen eine gute Lösung herbeizuführen, spricht das für einen tollen Mitarbeiter! Schnelle Auffassungsgabe, herausragendes technisches Verständnis oder Empathie sind ebenfalls vorteilhafte Bewerbereigenschaften.

Stelle in den Vordergrund, dass du gezielt an deinen Schwächen arbeitest.

Natürlich hört ein Personalentscheider gerne, wenn der Bewerbungskandidat von seinen positiven Seiten berichtet und dabei glaubhaft seine Skills anführt. Da aber jeder Mensch Schwachstellen hat, sind auch davon einige zu erwähnen. Hier musst du aufpassen. Räume nur kleine Mankos ein, die sich nicht nachteilig auf die Ausübung deines Berufs auswirken. Ideal ist es, wenn du in deiner Ausführung gleichzeitig erwähnst, was du tust, um deine Schwächen auszugleichen. Zum Beispiel:

„Leider bin ich manchmal etwas schusselig, wenn es um Termine geht. Damit ich dennoch keinen Termin versäume, habe ich mir einen Terminplaner angeschafft, um jederzeit alle Termine im Auge zu haben. So gerät nichts in Vergessenheit.“

„Wie gehen Sie damit um, wenn Sie einen Fehler gemacht haben?“

Im Arbeitsleben können bereits kleine Fehler gravierende Folgen nach sich ziehen. Meist ist es aber so, dass bei frühzeitigem Erkennen von Fehlern Schadenbegrenzung möglich ist. Daher erwartet der Arbeitgeber zu Recht, dass Mitarbeiter auf gemachte Fehler aufmerksam machen. Ebenso kann es im zwischenmenschlichen Bereich zu Fehlverhalten kommen, etwa gegenüber Mitarbeitern oder dem Vorgesetzten. Dies ist nicht zwingend ein Problem, wenn man sich einsichtig zeigt, sich entschuldigt und an sich arbeitet.

Genau dies gilt es, im Bewerbungsgespräch zu vermitteln. Da Personaler fast immer darum bitten, ein konkretes Beispiel zu nennen, solltest du dir Gedanken darüber machen, welchen konkreten Fehler du im Vorstellungsgespräch benennen wirst.

Es ist allerdings ratsam, nicht unbedingt den kapitalsten Fehler mit schwerwiegenden Folgen zu benennen. Entscheide dich für einen relativ harmlosen Fehler und zeige auf, wie du das Problem gelöst hast.

Ist es dir gelungen, durch richtiges Verhalten Schaden vom Unternehmen abzuwenden beziehungsweise die Auswirkung so gering wie möglich zu halten, zeugt dies von Kompetenz und professioneller Arbeitsauffassung.

Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch für Berufsanfänger

Die Interviewfragen unterscheiden sich je nach Beruf und Berufserfahrung. Bewirbst du dich auf eine Ausbildungsstelle, richten sich die Fragen des Personalers eher auf deine schulische Entwicklung und auf deinen familiären Background.

„Leben Sie noch im Haushalt Ihrer Eltern?“

Ausbildungsbetriebe gehen davon aus: Jugendliche und junge Erwachsene haben noch kein eigenes Geld, mit dem sie sich große Sprünge erlauben können. Lebt ein Auszubildender bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung noch im Elternhaus, besteht ein gutes familiäres Verhältnis. Dies lässt die Vermutung zu, dass der Bewerber in geordneten Verhältnissen lebt und keinen allzu großen finanziellen oder sozialen Belastungen ausgesetzt ist. Er kann sich also gut auf seine Ausbildung konzentrieren.

Sofern du noch bei deinen Eltern wohnst, spricht das also für dich. Erwähne ruhig, dass du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern hast und du solange dort leben möchtest, bis du beruflich Fuß gefasst hast. Das klingt vernünftig und lässt dich reif und besonnen erscheinen.

Gab es familiäre Probleme, sodass du bereits alleine wohnst, solltest du die Beweggründe für den Auszug aus dem Elternhaus für dich behalten. Stattdessen kannst du – wenn zutreffend – etwa schildern, dass du näher an der Stadt wohnen wolltest, weil du dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besser zum Ausbildungsbetrieb und zur Berufsschule fahren kannst. Der positive Touch ist wichtig.

Eine Alternative: Dir war es wichtig, so früh wie möglich auf eigenen Beinen zu stehen. Nur deshalb hast du dir eine eigene Wohnung gesucht.

„Was wissen Sie über den Ausbildungsberuf?“

Jeder Ausbilder erwartet, dass du dir als Schulabgänger Gedanken um die berufliche Zukunft gemacht und du dich gründlich über den Ausbildungsbetrieb sowie den Ausbildungsberuf informiert hast. Sitzt du im Bewerbungsgespräch, testet der Personaler, ob du weißt, was während der Ausbildung von dir erwartet wird.

Informiere dich daher ausführlich über deinen Ausbildungsberuf und über das Unternehmen, bei dem du dich beworben hast. Je besser du informiert bist, desto einfacher wird es dir fallen, die typische Frage zu beantworten:

Vorsicht: eine der wichtigsten Fragen im Bewerbungsgespräch wird leicht unterschätzt

Das Vorstellungsgespräch dient nicht nur dazu, dass das Unternehmen dich kennenlernt. Auch du sollst das Unternehmen kennenlernen – denn du musst dich dort wohlfühlen! In jedem Bewerbungsgespräch wird deshalb eine überaus wichtige Frage an den Bewerber gestellt:

„Haben Sie noch Fragen an mich?“

Keinesfalls darfst du darauf mit einem „Nein“ antworten. Das würde dir als mangelndes Interesse ausgelegt und könnte dazu führen, dass du eine Absage erhältst. Der Personaler möchte erkennen, dass du dich eingehend mit dem Unternehmen und der Stelle auseinandergesetzt hast.

Wer keine Fragen hat, wirkt wenig engagiert oder sogar desinteressiert.

Überlege dir bereits im Rahmen der Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ein paar Fragen an das Unternehmen, die du dir nicht durch öffentlich zugängliche Informationen alleine beantworten kannst. Welche Rückfragen sich anbieten, hängt individuell vom vorhergehenden Gesprächsverlauf und dem Stellenprofil ab.

Ein paar Beispiele, die sich als Rückfragen an den Personalverantwortlichen eignen:

  • „Wäre es möglich, dass ich mir den Arbeitsplatz beziehungsweise die Abteilung kurz anschauen kann?“
  • „Plant das Unternehmen in absehbarer Zeit eine Erweiterung der Produktpalette?“
  • „Sind weitere Filialen geplant?“
  • „Besteht die Möglichkeit für innerbetriebliche Weiterbildung?“
  • „Findet neben der Berufsschule auch betriebsinterner Unterricht statt?“

Keine Angst vor den 15 häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch

Für die meisten Bewerber stellt das Vorstellungsgespräch den größten Stressfaktor im Bewerbungsverfahren dar. Bereitest du dich gut auf die typischen Interviewfragen vor und stellst bei deinen Antworten den Mehrwert in den Fokus, den du in das Unternehmen einbringst, stehen die Chancen gut, dass du den Personalentscheider von dir und deiner Eignung überzeugst.

Bildnachweise: fizkes / Shutterstock.com; Mario Lisovski / Shutterstock.com; ddisq / Shutterstock.com; Tap10 / Shutterstock.com; Roman Samborskyi / Shutterstock.com; hxdyl / Shutterstock.com