Block aud dem ein Stift liegt

Die Weiterbildungen sind ein gern gesehener Pluspunkt im Lebenslauf.

Die Weiterbildung im Lebenslauf

Lebenslanges Lernen ist sowohl ein Ziel als auch eine Herausforderung. Nie war die Halbwertszeit von Wissen kürzer als heute. Eine stetige Weiterbildung ist deshalb eine Grundvoraussetzung in vielen Berufen. Des Weiteren beweisen erfolgreich absolvierte Weiterbildungen deine Motivation, Disziplin und Organisationsfähigkeit. Besonders, wenn du die Kurse in deiner Freizeit besucht hast, zeugt der erfolgreiche Abschluss von Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Belastbarkeit. Personalentscheider bevorzugen im Bewerbungsprozess solche Bewerbungen, die diese persönlichen Attribute erkennen lassen.

Da für die Bewerbung zur Weiterbildung kein Lebenslauf notwendig ist, zeigt dir der folgende Artikel, wie du deine Fortbildungsmaßnahmen besonders vorteilhaft in deinem Lebenslauf unterbringen kannst. Darüber hinaus erfährst du, welche Informationen du guten Gewissens auslassen kannst.

Passen Weiterbildungen in die Bewerbung?

Deine schriftlichen Bewerbungsunterlagen umfassen sowohl deine beruflichen Erfahrungen als auch theoretischen Qualifikationen. Aus diesem Grund gehören Weiterbildungen ebenso selbstverständlich zu deinen Bewerbungsunterlagen wie deine anderen beruflichen Abschlüsse.

Wie baue ich Weiterbildungen in den Lebenslauf ein?

Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten, Weiterbildungen zu deinem Lebenslauf hinzuzufügen:

  • In der tabellarischen Auflistung deiner Ausbildung und Qualifikation: Erstreckte sich die Fortbildung über einen längeren Zeitraum von mehr als sechs Monaten, solltest du sie hier unterbringen. Der Abschnitt über deine Aus- und Fortbildungen folgt im Aufbau direkt nach deinen beruflichen Stationen. Handelte es sich um ein unternehmensinternes Seminar, findet es bei deinen Berufserfahrungen im betreffenden Unternehmen den korrekten Platz.
  • Unter dem Punkt "Weitere Qualifikationen": Handelt es sich bei deiner Weiterbildung um eine kürzere Kurseinheit, ist hier der richtige Ort um sie zu erwähnen.

Achte darauf, neben dem Titel deiner Weiterbildung auch deinen Abschluss und gegebenenfalls der Abschlussnote zu erwähnen. Auf diese Weise erkennt der Personalverantwortliche sofort, dass du für deinen Wissenserwerb einen hohen Aufwand auf dich genommen hast. Immerhin hast du eine Prüfung zu den Seminarinhalten bestanden.

Wie viele Weiterbildungen passen in den Lebenslauf?

Der Lebenslauf erstreckt sich auf maximal zwei DIN A4 Seiten. Dein Gestaltungsraum ist also begrenzt. Besonders, wenn du bereits auf ein langes Berufsleben und dementsprechend viele Weiterbildungen zurückblicken, sprengst du den gesteckten Rahmen deutlich. Die Lösung ist eine sorgfältige Auswahl: Schreibe nur relevante Weiterbildungen in deinen Lebenslauf, die zur ausgeschriebenen Stelle passen. Handelt es sich bei den Fortbildungen um sehr ähnliche oder aufeinander aufbauende Kurse, wähle eine Überschrift zu deinem Qualifizierungspaket. Dem Grundsatz nach sind Fortbildungsmaßnahmen im Lebenslauf in ihrer Anzahl jedoch nicht begrenzt.

Ich habe viele Weiterbildungen abgeschlossen – bin ich überqualifiziert?

Bei deiner Bewerbung solltest du nicht schummeln. Du darfst keine Qualifikationen erfinden, die du nicht hast. Ebenso solltest du keine wichtigen Fachkenntnisse weglassen. Viele Bewerber machen jedoch bei ihrer Jobsuche die Erfahrung, dass sie aufgrund von Überqualifikation abgelehnt werden. Wieso tun Personaler das? Dafür haben sie mehrere Gründe:

  • Sie fürchten zu hohe Personalkosten durch qualifizierte Bewerber.
  • Die angebotene Stelle würde den Bewerber auf Dauer unterfordern.
  • Die Qualifikation passt nicht zur Struktur des Teams.

Lass dich daher von Absagen nicht entmutigen. Du wirst eine Stelle finden, die dir und deinem Fachwissen gerecht wird. Dann wirst du sicherlich froh darum sein, die Absage für einen unterfordernden Job erhalten zu haben.

Tipps für Weiterbildungen im Lebenslauf

Mit diesen Tipps bringst du dein erworbenes Fachwissen richtig zur Geltung:

  • Gib die vollständige Bezeichnung deiner Fortbildung und deinen Abschluss an.
  • Vermerke, über welchen Zeitraum sich die Weiterbildung erstreckte.
  • Notiere darunter in Stichpunkten, worin der Fortbildungsschwerpunkt lag.
  • Achte auf die Qualität deiner Weiterbildung: Erwähne nur anerkannte Kurse.
  • Prüfe, ob das Wissen, das du mit der Fortbildung erworben hast, noch aktuell ist. Weiterbildungen, die mehr als 5 Jahre zurückliegen, wirken meist veraltet und sind nur noch bedingt relevant.
  • Lasse Fortbildungen für dein Privatleben weg, sofern sie nicht zur Stelle oder dem Unternehmen passen. So passt der Volkshochschulkurs über den perfekten Obstbaumschnitt nicht zu einer Bewerbung bei einer Finanzbehörde.