Tastatur auf der ein Arbeitszeugnis liegt

Anhänge

Das Geheimnis der Bewerbungsanlagen

Jede gute Bewerbung beinhaltet neben deinem Lebenslauf und dem Motivationsschreiben auch gewisse Anlagen. Diese dienen in erster Linie der Bestärkung der im Vorhinein im Lebenslauf genannten Tätigkeiten und ermöglichen durch ihre Vollständigkeit eine detailliertere Sicht über den Bewerber. Hier stellen sich insbesondere Fragen über die Nennung und den Verweis der Anlage, aber auch über den Inhalt und den Umfang. Diese Fragen sollen nachfolgend aufgegriffen und erläutert werden.

Wie verweist man auf die Anlagen?

Anlagen sollten in der Regel niemals im Lebenslauf genannt werden. Heutzutage ist es üblich die Anlagen gar nicht mehr zu nennen und einfach hinter den Lebenslauf und das Anschreiben zu legen. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, der kann einen kurzen Verweis am Ende des Anschreibens hinterlegen. Dabei ist es dem eigenen Geschmack überlassen ob man dies nun "Anlage" oder "Anhang" nennt.

Einfacher ist es bei der Online Bewerbung, hier gibt es meistens eine Stelle wo man aufgefordert wird die Anlagen hochzuladen. In den meisten Fällen ist es jedoch so, dass man nur eine Datei hochladen kann. Hier gibt es einige Sachen zu beachten. Zuallererst sollten die Anlagen als PDF abgespeichert werden. Hat man nun mehr als eine Anlage, müssen die einzelnen PDF's zusammengefügt werden, sodass man nur noch eine einzelne Datei besitzt. Hierfür gibt es viele Online Dienste die einfach zu handhaben sind. In den meisten Fällen genügt es die relevanten PDF-Dateien hochzuladen und schon erhält man per Mausklick die neue fusionierte Datei, die man sich kostenlos herunterladen kann.

Auswahl und Umfang der Anlagen

Die Frage nach der Relevanz der beizufügenden Anlagen kann nicht allgemeingültig beantwortet werden, da die Auswahl stark von der angestrebten Stelle abhängt. Generell kann man jedoch sagen, dass folgende Beigaben in den Anhang gepackt werden können:

  • Zeugnisse: (Hoch-)Schulabschlusszeugnis, Arbeitszeugnis, Ausbildungszeugnis, Praktikumszeugnis, Kopie des Führungszeugnisses
  • Zertifikate: Fort- und Weiterbildungszertifikate
  • Kompetenzprofil: Insbesondere bei Berufswechslern
  • Empfehlungsschreiben und Referenzen: Bspw. von Professoren, zufriedenen Kunden oder dem alten Arbeitgeber
  • Ehrenamtliches Engagement und Auslandsbescheinigungen: Vor allem dann, wenn man Berufseinsteiger ist und noch nicht viele Erfahrungen vorzuweisen hat.

WICHTIG: Sollte die Bewerbung an ein internationales fremdsprachiges Unternehmen gehen (bspw. Englisch), dann sollten die einzelnen Dokumente als beglaubigte Übersetzung beigelegt werden. Insgesamt gilt es zu beachten, dass niemals die Originale verschickt werden! Bei den meisten Dokumenten reicht eine normale Kopie und bei Zeugnissen am besten eine beglaubigte Kopie.

Da man hier schnell eine ganze Menge an zusätzlichem Anhang erreicht, ist es sinnvoll nicht alles beizulegen. In der Regel nimmt man bei den Zeugnissen und Referenzen maximal drei pro Kategorie. Außerdem sollten diese nicht älter als fünf Jahre sein, damit eine gewisse Aktualität garantiert wird. Auch bei den E-Mails gibt es einen gewissen Maximal-Umfang. Obwohl die fortschreitende Nutzung des Internets große Mailanhänge ermöglicht, sollten diese bei der Bewerbung immer noch vermieden werden. Als Faustregel kann man sich eine Größe von rund 5 MB merken. Wer diese überschreitet, riskiert bei den Unternehmen im Spam Ordner zu landen. Das zweite Risiko betrifft vor allem Firmen mit schwachen Internetverbindungen. Je größer die Datei, desto länger benötigt der Personaler für den Download. Dies kann gerne mal zur Verärgerung der betroffenen Person führen. Auch ZIP Ordner sorgen nur für Mehraufwand beim Personaler und sollten daher ebenfalls vermieden werden. Doch selbst bei zu großen Dateien, muss man nicht gezwungenermaßen Dokumente weglassen. Hierfür gibt es wiederum kostenlose Online-Dienste die eine simple Verkleinerung der PDF ermöglichen. Ein möglicher Betreiber wäre pdfcompressor.com/de.

Für die Reihenfolge der einzelnen Unterlagen gibt es zwei Möglichkeiten: chronologisch und anti-chronologisch. Sortiert man die Anlagen in chronologischer Reihenfolge, so kommen die älteren Dokumente zuerst. Die anti-chronologische Sortierung orientiert sich am amerikanischen Stil, welcher jedoch immer mehr Anklang in großen europäischen Unternehmen findet. Dabei stehen die aktuellsten Unterlagen vorne.
Das Wichtigste ist, dass der Personaler sich beim Durchlesen schnell zurecht findet. Außerdem sollte die Wahl der chronologischen oder anti-chronologischen Sortierung mit der Reihenfolge des Lebenslaufes übereinstimmen. Wer besonders viele Seiten im Anhang hat, kann daher zur besseren Orientierung ein Anlageverzeichnis erstellen. Somit kann der Personaler mit einem Blick direkt auf das ihn interessierende Dokument zugreifen.

E-Mail Bewerbung – Wo gehört der Anhang hin?

Wie bereits betont, sollte man bei Online Bewerbungen lediglich ein Dokument (vorzugsweise PDF) verschicken. Dieses besteht aus dem Motivationsbrief, dem Lebenslauf und dem Anhang. Ein Deckblatt ist heute nicht mehr üblich, wird jedoch in den meisten Bewerbungen nicht negativ aufgenommen. Diese Datei kommt nun in den Anhang der E-Mail. Hier ist es nun wichtig in der Mail auf die Datei zu verweisen. Da Anschreiben/Motivationsbrief bereits selbsterklärend ist, sollte der Mail-Text möglichst kurz ausfallen. Eine knappe Erklärung um welche Stelle es geht und der Verweis auf den Anhang reichen bereits in den meisten Fällen. Gegebenenfalls kann man auf eine Person aus dem Unternehmen verweisen, über die man die Stelle gefunden hat. Dieser persönliche Kontakt kann in manchen Situationen (Je nach Stellung des Kontaktes) für einen kleinen Boost sorgen.