Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Ferienjobs umfassen in der Regel einfache Aushilfstätigkeiten und beschränken sich auf einen Zeitraum innerhalb der Schul- oder Semesterferien.
  2. Die schriftliche Bewerbung für einen Ferienjob beinhaltet meist ein Anschreiben und einen Lebenslauf.
  3. Für die Beschäftigung minderjähriger Schüler gelten zahlreiche Regelungen aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz.
  4. Bei Ferienjobs handelt es sich um Minijobs oder kurzfristige Beschäftigungen.

Die Ferienzeit bietet Schülern und Studenten nicht nur Gelegenheit zum Entspannen und Genießen, sondern auch zum Arbeiten. Mit einem Ferienjob kannst du erste berufliche Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen. Außerdem ist die Bezahlung – je nach Tätigkeitsbereich – durchaus attraktiv.

Wie umfangreich deine Bewerbung für einen Ferienjob sein muss und warum dein Alter bei der Jobauswahl mitunter eine große Rolle spielt, erfährst du in diesem Ratgeber. Außerdem geben wir dir nützliche Tipps.

Bewerbung: Ferienjob

Schüler, die in den Sommerferien in der Nachbarschaft Rasen mähen, um ihr Taschengeld aufzubessern, benötigen keine schriftliche Bewerbung. Geht es allerdings um einen Ferienjob in einem Unternehmen, sieht das in der Regel anders aus.

Welche Unterlagen deine Bewerbungsmappe enthalten muss, hängt unter anderem von der Art des Jobs und der Unternehmensgröße ab. Grundsätzlich fällt die Bewerbung für einen Ferienjob nicht so umfangreich aus wie für eine Ausbildung oder eine Festanstellung in einem Betrieb. Manchmal reicht sogar ein kurzes Gespräch, insbesondere wenn du den Arbeitgeber persönlich kennst oder über einen Bekannten Kontakt zu ihm aufgebaut hast.  

Bei einer schriftlichen Bewerbung für einen Ferienjob kann eine Kurzbewerbung – bestehend aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf – genügen. In selteneren Fällen werden auch die vollständigen Bewerbungsunterlagen verlangt:

  • Anschreiben
  • Deckblatt (optional)
  • Lebenslauf
  • gegebenenfalls Motivationsschreiben
  • Anlagen wie Schul- und Arbeitszeugnisse, Referenzen

Richte dich danach, welche Bewerbungsunterlagen der Arbeitgeber wünscht. Wenn du dir unsicher bist, frage doch einfach einmal freundlich im Unternehmen nach. Ein Motivationsschreiben wird in der Regel nicht verlangt, kann aber zum Beispiel in großen Firmen zu den Anforderungen an die Bewerber gehören.

Unabhängig von dem Umfang deiner Bewerbung solltest du diese immer ordentlich und möglichst professionell gestalten – auch wenn es “nur” um einen Ferienjob geht. Sieh davon ab, eine allgemein gehaltene Massenbewerbung zu fertigen. Gestalte deine Bewerbung stattdessen individuell und passe sie dem Unternehmen an, bei dem du dich bewirbst.

Anschreiben: Ferienjob

Nicht nur du, sondern auch der Arbeitgeber erwartet einen Mehrwert von deiner Anstellung für einen Ferienjob. Mache deshalb in deinem Bewerbungsschreiben deine Motivation deutlich, berichte von deinen Qualifikationen und bisherigen beruflichen Erfahrungen – falls vorhanden. Zeige Interesse am Unternehmen und an der Stelle, die du ergattern möchtest. Die alleinige Aussage „Ich will Geld verdienen“ kommt nicht gut an. Erwähne zumindest, dass du gerne Berufserfahrungen sammeln möchtest.

Grundsätzlich gehören folgende Inhalte in ein Bewerbungsanschreiben:

  • Kontaktdaten: Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Anschrift des Empfängers
  • aktuelles Datum
  • Betreff: Um welche Stelle geht es?
  • Anrede: Möglichst einen Ansprechpartner nennen. Nur, wenn es wirklich nicht anders möglich ist, schreibst du „Sehr geehrte Damen und Herren …“
  • dein Alter, wenn du noch nicht volljährig bist
  • Name der Schule, Klasse und Schulform beziehungsweise Name der Universität, Semester und Studiengang
  • gewünschte Beschäftigungsdauer
  • Angaben darüber, woher dir das Unternehmen bekannt ist und warum du dort arbeiten möchtest
  • Motivation, Interessen, Stärken und Fähigkeiten

Du beendest dein Anschreiben mit ein bis zwei Schlusssätzen, in denen du dich für das Interesse des Empfängers bedankst und deine Freude auf ein persönliches Gespräch deutlich machst. Darunter folgen eine angemessene Grußformel und deine Unterschrift.  

Bewerbung: Ferienjob als Schüler

Bewirbst du dich als Schüler für einen Ferienjob, solltest du unbedingt dein Alter im Anschreiben nennen. Denn bist du noch nicht volljährig, müssen Arbeitgeber hinsichtlich deiner Beschäftigung unterschiedliche Jugendschutzbestimmungen beachten.

Gehst du noch zur Schule, erwartet ein Arbeitgeber generell nicht von dir, dass du über berufliche Vorerfahrungen verfügst. Sollte dies aber zum Beispiel aufgrund eines absolvierten Schülerpraktikums doch der Fall sein, erwähne es in deinem Bewerbungsanschreiben. Alternativ kannst du deine Lieblingsfächer nennen, sofern diese zu dem Ferienjob passen.

Möchtest du zum Beispiel als Aushilfsjobber in einem Einzelhandelsgeschäft tätig werden, musst du gegebenenfalls an der Kasse arbeiten. In diesem Fall macht es einen guten Eindruck, wenn du nicht nur über ausgeprägte soziale Kompetenzen, sondern auch über gute Mathematikkenntnisse verfügst – auch wenn du in Geschäften in der Regel nicht selbst rechnen musst. 

Bewerbung: Ferienjob als Student

Studierende haben meist nur wenig Geld zur Verfügung und während des Semesters kaum Zeit zu arbeiten. Daher nutzen sie oft die Semesterferien, um einem Ferienjob nachzugehen. Hierbei kann es sich um einen Job handeln, der thematisch nichts mit dem Studium zu tun und lediglich das Geldverdienen zum Zweck hat. Andererseits kannst du aber auch einer studiennahen Tätigkeit nachgehen, um erste berufliche Einblicke in einer bestimmten Branche zu erlangen.

Geht es um Zweiteres, solltest du deine persönliche Motivation und den Bezug zu deinem Studium im Bewerbungsschreiben besonders hervorheben. Gib in diesem Zusammenhang gegebenenfalls einen kurzen Ausblick darauf, was du für deinen künftigen Karriereweg planst.

Egal ob Schüler oder Student: Persönliche Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Fleiß gelten als Grundvoraussetzung für eine Anstellung. Auch wenn Studenten- und Schülerjobs zumeist simple Aufgaben umfassen, solltest du dich immer bemühen und diese sorgfältig erledigen. Schließlich bringen Ferienjobs einige Vorteile mit sich: Du verdienst Geld, sammelst praktische Erfahrungen und kannst gegebenenfalls Kontakte für deinen späteren Karriereweg knüpfen.

Musterbewerbung: Anschreiben für einen Ferienjob

Damit du eine Vorstellung vom inhaltlichen Aufbau eines Bewerbungsschreibens erhältst, haben wir ein Musteranschreiben für dich vorbereitet:

Moritz Muster
Musterstraße 5
12345 Musterstadt
Tel.: 01234 56789 | E-Mail: [email protected]



Mode-Beispielfirma GmbH
Frau Beate Beispiel
Musterstraße 43
12345 Musterstadt

TT.MM.JJJJ (aktuelles Datum)

BEWERBUNG FÜR EINEN FERIENJOB IM EINZELHANDEL

Sehr geehrte Frau Beispiel,

schon als ich klein war, besuchte meine Mutter mit mir regelmäßig Ihr Ladengeschäft. Auch heute stöbere ich noch gerne in Ihrem umfangreichen Sortiment und genieße die gemütliche Atmosphäre. Als ich Ihren Aushang im Schaufenster sah, war deshalb für mich klar, dass ich mich bei Ihnen für einen Ferienjob in der Zeit von TT.MM.JJJJ bis TT.MM.JJJJ bewerben möchte.

Ich bin 17 Jahre alt und besuche die 12. Klasse des XY-Gymnasiums in Musterstadt. Da ich nach meinem Abschluss eine Ausbildung im Einzelhandel anstrebe, möchte ich die Ferien nutzen, um praktische Erfahrungen in Ihrem Geschäft in Musterstadt zu sammeln. Gerne unterstütze ich beispielsweise Ihr Verkaufsteam und bringe dabei Kenntnisse ein, die ich durch mein Praktikum im X-Markt erlangt habe. Dort lernte ich unter anderem, mit einem gängigen Kassensystem umzugehen.

Ich verfüge über eine gute Auffassungsgabe, bin belastbar und packe gerne mit an. Aufgrund meines großen Interesses an Mode kenne mich zudem mit aktuellen Trends aus und stehe Ihren Kunden bei Bedarf gerne beratend zur Seite. Durch mein freundliches Wesen und meine ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten kann ich gut mit anderen Menschen umgehen.

Ich bin mir sicher, dass ich Ihrem Team eine große Hilfe bin und ich zudem einiges bei Ihnen lernen werde. Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)
Moritz Muster

Bedenke, dass nicht nur der Inhalt, sondern auch das Layout deines Anschreibens zählt. Als Unterstützung stellen wir dir verschiedene Vorlagen für deine Bewerbung zur Verfügung.

Lebenslauf

Als Schüler oder Student fällt dein tabellarischer Lebenslauf vermutlich noch recht kurz aus. Lasse dich davon nicht beirren. Immerhin fällt es dir dadurch leichter, deine Vita auf einer DIN-A-4-Seite übersichtlich und sauber zu gestalten.

Wenn du deiner Bewerbung einen Lebenslauf beilegst, sollte dieser folgende Dinge beinhalten:

  • persönliche Angaben wie Name, Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort
  • Bewerbungsfoto (optional)
  • gegebenenfalls erste Berufserfahrungen, zum Beispiel Praktika
  • Bildungsweg
  • Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Hobbys, wenn sie zur Stelle passen
  • Datum und Unterschrift

Nutze gerne eine unserer Lebenslaufvorlagen oder lasse dich von diesen inspirieren und erstelle ein eigenes Layout.

Bewirbst du dich für einen Ferienjob, bei dem du mit Kunden in Kontakt kommst, kann dir ein professionelles Bewerbungsfoto, auf dem du freundlich aussiehst, einen Vorteil im Bewerbungsprozess verschaffen. Verpflichtend ist das Einfügen eines Fotos allerdings nicht.

Ferienjobs im Lebenslauf anführen

Lasse dir nach Möglichkeit ein Arbeitszeugnis ausstellen, wenn du in einem Ferienjob gearbeitet hast, und führe ihn in deinem Lebenslauf an. Gegebenenfalls kannst du dadurch bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz punkten.

Einen Ferienjob finden

Wenn du einen Ferienjob ergattern möchtest, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, an einen zu gelangen. Bestenfalls weißt du, dass ein Unternehmen einen Ferienjobber sucht und bewirbst dich entsprechend. Du kannst auf unterschiedliche Arten von der offenen Stelle erfahren:

Stellenausschreibung: Oft veröffentlichen Arbeitgeber Stellenanzeigen für Ferienjobs in Lokalzeitungen oder Online-Jobbörsen.
Aushang: Sei es in der Schule, der Universität oder im Schaufenster eines Geschäfts: Häufig hängen Informationen über angebotene Ferienjobs an Orten aus, an denen sich die Zielgruppe aufhält.
Kontakte: Höre dich in deinem Bekanntenkreis um. Vielleicht kennen deine Eltern, Verwandten oder Freunde jemanden, der eine Hilfsarbeitskraft sucht. Nicht selten verhilft Schülern und Studierenden das altbekannte Vitamin B wie Beziehungen zu einem Ferienjob.

Initiative ergreifen

Du kannst dich auch bei Arbeitgebern bewerben, die nicht aktiv einen Ferienjobber suchen. Frage einfach persönlich oder telefonisch in dem Unternehmen deiner Wahl nach, ob aktuell eine Aushilfe oder Urlaubsvertretung gebraucht wird beziehungsweise ob generell Ferienjobber erwünscht sind. Wichtig ist auch, dass du erfragst, an wen du deine Initiativbewerbung richten solltest.

Übrigens: Anstelle eines Ferienjobs kannst du in den Ferien auch ein Praktikum in einem Bereich absolvieren, der dich interessiert. Allerdings erhältst du hierfür nicht zwangsläufig eine Bezahlung.

Ab welchem Alter darf gejobbt werden?

In Deutschland gelten zahlreiche Normen bezüglich der Beschäftigung von Minderjährigen. Welche Tätigkeiten Heranwachsende ab welchem Alter verrichten dürfen und welche Arbeitsdauer dabei maximal erlaubt ist, regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG).

Im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes gilt als Kind, wer noch nicht 15 Jahre alt ist. Wer älter als 15 Jahre und jünger als 18 Jahre ist, gilt als Jugendlicher.

Häufig geben Arbeitgeber direkt in der Ausschreibung für den Ferienjob an, wie alt die gesuchte Aushilfskraft mindestens sein muss. Folgende Einschränkungen müssen Arbeitnehmer beachten, wenn sie einen Ferienjobber suchen:

Kinder unter 13 Jahren dürfen nicht arbeiten.
Für 13- und 14-Jährige sind höchstens zwei Arbeitsstunden am Tag zwischen 8 und 18 Uhr zulässig.
Jugendlichen ab 15 Jahren ist es im Rahmen eines Ferienjobs erlaubt, bis zu vier Wochen im Kalenderjahr 40 Stunden wöchentlich zu arbeiten – aufgeteilt auf maximal fünf Tage in der Woche. Die tägliche Arbeitszeit muss zwischen 6 und 20 Uhr liegen und darf die Dauer von acht Stunden nicht überschreiten.

Grundsätzlich benötigen unter 18-Jährige die Zustimmung ihrer Eltern, wenn sie einem Ferienjob nachgehen möchte.

Für bestimmte Betriebe ergeben sich Ausnahmen von den genannten Regelungen:

<a target="_self" aria-label="<strong>Schichtbetrieb
Schichtbetrieb: Über 16-Jährige dürfen in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten. Zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn müssen mindestens zwölf Stunden liegen.
Landwirtschaft: Kinder dürfen täglich maximal drei statt nur zwei Stunden arbeiten. Jugendliche über 16 Jahren dürfen ab 5 oder bis 21 Uhr arbeiten. In der Erntezeit ist es zudem möglich, 16-Jährige bis zu neun Stunden täglich und bis zu 85 Stunden pro Doppelwoche zu beschäftigen.
Bäckereien und Konditoreien: 16-jährige Beschäftigte dürfen schon um 5 Uhr mit der Arbeit beginnen. 17-Jährige können in Bäckereien sogar schon um 4 Uhr an die Arbeit gehen.
Gaststätten- und Schaustellergewerbe: 16-Jährige dürfen bis 22 Uhr arbeiten.

An Wochenenden dürfen Minderjährige grundsätzlich nicht arbeiten. Aber auch von dieser Bestimmung gibt es Ausnahmen: Unter anderem in Krankenhäusern, Gaststätten, in der Landwirtschaft und Tierhaltung sowie bei Theatervorstellungen dürfen Jugendliche samstags arbeiten. Die Beschäftigung an Sonntagen ist unter anderem im Pflegebereich und im Gaststättengewerbe möglich.

Vor dem Hintergrund der Fünf-Tage-Woche muss sowohl für Samstags- als auch für Sonntagsarbeit ein Ausgleich durch einen anderen beschäftigungsfreien Tag geschaffen werden. Mindestens zwei Samstage sowie zwei Sonntage im Monat müssen arbeitsfrei bleiben.

Welcher Ferienjob ab welchem Alter?

Je nach Alter und Qualifikation kannst du verschiedene Ferienjobs annehmen. Volljährige Studenten haben natürlich deutlich mehr Optionen als Kinder, da sie mehr Erfahrung mitbringen und grundsätzlich keinen altersabhängigen gesetzlichen Einschränkungen unterliegen.  

Ferienjobs für Kinder

13- und 14-Jährige dürfen im Rahmen ihrer Ferienbeschäftigung nur leichten Tätigkeiten nachgehen. Unter anderem kommen folgende Ferienjobs infrage:

  • Zeitungen austragen
  • Flyer verteilen
  • Gartenarbeit
  • Nachhilfe
  • Babysitting
  • Haustierbetreuung

Die genannten Schülerjobs sind nicht nur als Ferienjobs geeignet, sondern eignen sich auch über das Jahr hinweg als Gelegenheitsjobs.

Ferienjobs für Jugendliche

Ein Schüler hat einen Ferienjob in der Gastronomie und macht Kaffee in einem Café
Ferienjobs in der Gastronomie sind unter Schülern und Studierenden sehr beliebt.

15-, 16- und 17-Jährige können natürlich immer noch die bereits genannten Tätigkeiten ausüben. Zudem sind unter anderem folgende Ferienjobs möglich:

  • Regalauffüller oder Inventurhilfe im Einzelhandel
  • Kellner
  • Erntehelfer
  • Lieferantenjobs

Was ist nicht erlaubt?

Akkordarbeit und andere Arbeiten mit gesteigertem Arbeitstempo sowie die Arbeit unter Tage – also unter der Erde – sind nicht für Kinder und Jugendliche geeignet. Auch sollten sie keinen Tätigkeiten nachgehen, die ihre physische und psychische Leistungsfähigkeit übersteigen. Des Außerdem dürfen sie keine Arbeiten ausüben, die Gefahren durch folgende Faktoren mit sich bringen:

Nässe, Hitze oder Kälte
Gefahrstoffe
unzumutbare Unfallgefahren
Lärm, Erschütterungen oder Strahlen
biologische Arbeitsstoffe

Wichtig: Wer sich in der Ferienzeit dafür entscheidet, einen Ferienjob auszuüben, sollte es damit nicht übertreiben. Die Ferien dienen schließlich immer noch der Erholung. Eltern sollten nicht nur darauf ein Auge haben, sondern auch mit ihrem Kind klären, für welchen Job es sich grundsätzlich interessiert und ob dieser auch geeignet ist.

Ferienjobs ab 18 Jahren

Volljährigen Studenten und Schülern sind bezüglich der Art ihres Ferienjobs prinzipiell keine Grenzen gesetzt. Für sie gelten die Vorgaben des JArbSchG nicht. Somit können sie praktisch in allen Bereichen arbeiten. Beliebt sind unter anderem Jobs als Aushilfe im Lager oder auf Baustellen sowie als Kellner, Kassierer oder als Produktionshelfer in Handwerksbetrieben.

Ferienjob im Ausland

Insbesondere Studenten ergreifen immer öfter die Chance, die Sommersemesterferien im Ausland zu verbringen und dort einem Ferienjob nachzugehen. Auf diese Weise können sie ihre Sprachkenntnisse verbessern und fremde Kulturen kennenlernen. Häufig werden Ferienjobs im Ausland sogar sehr gut bezahlt.

Wichtig ist, dass sich Auslandsjobber nicht nur den Arbeitsplatz, sondern auch eine Unterkunft sichern. Oft stellt ihnen der Arbeitgeber für die Dauer des Ferienjobs Wohnraum zur Verfügung. Er ist jedoch nicht dazu verpflichtet. In der Regel muss der Jobbende zudem ein Visum beantragen, beispielsweise für einen Aufenthalt in den USA.

Wie werden Ferienjobs vergütet?

Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 9,60 Euro pro Stunde (Stand November 2021). Dieser gilt für Kinder und Jugendliche allerdings nicht. Stattdessen muss eine angemessene Bezahlung verhandelt werden. Bedenke aber, dass du oft nicht der einzige Anwärter auf den Ferienjob bist. Du solltest also keine allzu hohen Ansprüche an die Bezahlung stellen, ansonsten bekommt vielleicht ein anderer Bewerber den Ferienjob.

Dadurch, dass der Mindestlohn erst ab einem Alter von 18 Jahren gezahlt wird, möchte die Bundesregierung nach eigenen Angaben verhindern, dass Schulabgänger einen ungelernten Job ausüben, anstatt eine Berufsausbildung zu absolvieren.

Bei Ferienjobs handelt es sich in der Regel um kurzfristige Minijobs beziehungsweise kurzfristige Beschäftigungen. Wichtig ist, dass die Ferienjobber nicht länger als drei Monate oder insgesamt 70 Tage in diesem Arbeitsverhältnis beschäftigt werden. Wegen der Kurzfristigkeit der Beschäftigung müssen keine Sozialabgaben geleistet werden.

Ferienjobs können auch als geringfügige Beschäftigungen – sogenannte 450-Euro-Jobs – gemeldet werden. In diesem Fall verdienen die Ferienjobber nicht mehr als 450 Euro im Monat. Zudem sind Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen.

Als gutbezahlte Ferienjobs gelten unter anderem Aushilfsjobs im Supermarkt. Hierbei erhältst du häufig einen Stundenlohn von mehr als 10 Euro. Auch die Arbeit auf dem Bau wird aufgrund der körperlichen Anstrengung meist gut bezahlt. Mit einem Promotion-Job kannst du sogar mehr als 100 Euro am Tag verdienen. Allerdings fällt die Bezahlung von Ferienjobs generell sehr unterschiedlich aus – abhängig von dem jeweiligen Arbeitgeber.

Muss ich Steuern zahlen?

Schüler und Studenten werden meistens der Steuerklasse I zugeordnet. Wenn es sich bei dem Ferienjob um einen 450-Euro-Job handelt, wird dieser nicht versteuert. Handelt es sich hingegen um einen 70-Tage-Job, musst du Steuern zahlen. Im Rahmen der Steuererklärung kannst du dir zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückholen. Der Lohnsteuerfreibetrag liegt aktuell (2021) bei 9.744 Euro im Jahr.

Unser Tipp: Plane schon zum Jahresbeginn, in welchen Ferien du für welche Dauer einem Ferienjob nachgehen möchtest. Außerdem solltest du dir im Laufe des Jahres notieren, wie viele Arbeitstage und Arbeitsstunden du bereits hattest. Auf diese Weise behältst du den Überblick.

Hat ein Ferienjob Einfluss auf Kindergeld und BAföG?

Unabhängig davon, wie hoch deine Bezahlung ausfällt, hat ein Ferienjob, der sich nur über eine kurze Dauer erstreckt, keinen Einfluss auf dein Kindergeld. Auch die Höhe deiner BAföG-Förderung wird in der Regel nicht beeinflusst. Beim BAföG musst du erst mit Abzügen rechnen, wenn du mehr als 5.400 Euro (Stand 2021) im Kalenderjahr verdienst. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass du allein durch einen Ferienjob ein solch hohes Einkommen erwirtschaftest. Anders sieht es natürlich aus, wenn du noch weiteren Jobs nachgehst.  

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