Jeder Bewerber möchte den Personaler und das Unternehmen dahinter davon überzeugen, dass er für die ausgeschriebene Stelle die richtige Wahl ist. Dazu präsentiert er sich von seiner besten Seite; sammelt Pluspunkte, wo er nur kann. Und auch wenn sich die Zeiten ändern und die harten Fakten weiter in den Vordergrund rücken: Ein gelungenes Bewerbungsfoto ist – zumindest im deutschsprachigen Raum – weiterhin ein Türöffner. Es verleiht der Bewerbung ein sympathisches Gesicht und bleibt im Gedächtnis des Recruiters. Rundet das Bewerbungsbild den so wichtigen ersten Eindruck positiv ab, ist deshalb schon viel gewonnen. Damit auch dir das perfekte Bewerbungsfoto gelingt, haben wir zahlreiche Tipps und Beispiele zusammengetragen.

Das Bewerbungsfoto: Was kann, was darf, was muss?

Die rechtlichen Grundlagen vorab: Seitdem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – in Kraft getreten ist, dürfen Arbeitgeber von ihren Bewerbern keine Bewerbungsfotos fordern. Formal bedeutet das ganz klar:

Das Bewerbungsfoto ist keine Pflicht – ein Bewerber darf komplett darauf verzichten.

So möchte das Gesetz verhindern, dass Bewerber wegen ihres Aussehens oder ihrer Hautfarbe diskriminiert und benachteiligt werden. Wer ein Bewerbungsfoto an seine Bewerbung anfügt, tut das aus rechtlicher Perspektive also komplett freiwillig.

Bewerbungsfotos trotz AGG weiterhin Standard

Allerdings gehen Theorie und Praxis noch deutlich auseinander. Denn im Alltag ist es weiterhin absolut üblich, dass Bewerbungen mit entsprechenden Bewerbungsfotos versehen werden. Zwar dürfen Unternehmen das nicht mehr explizit fordern – viele Personaler erwarten es aber stillschweigend. Und auch wenn das kein Recruiter offiziell bestätigen würde: Ohne Bewerbungsbild gerät eine Bewerbung noch immer schnell ins Hintertreffen. Das gilt insbesondere für den Mittelstand sowie Familien- und Einzelunternehmen.

Viele Personaler erwarten Bewerbungsfotos weiterhin stillschweigend.

In vielen Konzernen und fortschrittlichen Firmen hält allerdings eine neue, rationalisierte Bewerbungskultur Einzug. Dort geht es zunehmend um belegbare Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten, während die Bedeutung des Bewerbungsfotos schwindet. Denn ein Bild mag zwar einen netten Eindruck hinterlassen – belastbare Schlussfolgerungen erlaubt es aber nicht. Diese Unternehmen weisen daher in der Regel explizit darauf hin, dass kein Bewerbungsfoto gewünscht ist. Oder auf ihren Karriereportalen fehlt schlicht die Möglichkeit, ein Bild hochzuladen.

Dieser stark faktenbezogene Bewerbungsablauf ist in den USA, Kanada oder England (auch wegen strenger Antidiskriminierungsgesetze) übrigens längst Standard: Bewerbungsfotos sind dort absolute No-Gos.

Sinn und Zweck des Bewerbungsfotos

Wenn der Personaler deine Bewerbungsunterlagen sichtet, stellt er sich zwei zentrale Fragen:

  1. Erfüllt dieser Bewerber unsere fachlichen Anforderungen?
  2. Passt er menschlich in unser Unternehmen?

Welche fachlichen Qualifikationen und Kenntnisse du mitbringst, kann er deinem Lebenslauf, deinem Anschreiben oder vielleicht sogar deinen Arbeitsproben entnehmen. In der Regel herrscht hier daher schnell Klarheit.

Viel schwieriger fällt es dem Recruiter allerdings, deine Persönlichkeit einzuschätzen. Zwar lassen Vereinsmitgliedschaften oder soziales Engagement einige Rückschlüsse zu – aber die Einblicke bleiben begrenzt. Daher kann dem Bewerbungsfoto eine Schlüsselrolle zukommen. Denn es wird den ersten Eindruck des Personalers beeinflussen, ob bewusst oder unbewusst.

Mache dir diesen Effekt zunutze, indem du das Bewerbungsbild bewusst auf deine Wunschjobs zuschneidest, um den passenden Eindruck zu hinterlassen.

Inszenieren ja, vortäuschen nein

Letztlich geht es dabei um die treffende Inszenierung. Das bedeutet nicht, dass du etwas vorspielen oder vortäuschen sollst. Im Gegenteil: Das Bewerbungsfoto sollte die Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale in den Vordergrund rücken, die bei der angestrebten Stelle Vorteile bringen. Und wer etwas vorgaukelt, fliegt irgendwann sowieso auf.

Sind in der angestrebten Branche also äußere Umgangsformen und ein seriöses Auftreten wichtig, zum Beispiel in der Bank oder in der Kanzlei, sollte das Bewerbungsfoto diese Anforderungen und Branchenstandards widerspiegeln – etwa durch entsprechende Business-Kleidung und eine akkurate Frisur. Im kreativen Bereich, zum Beispiel in Werbeagenturen, darf es dagegen gerne etwas lockerer zugehen.

Qualität und Anspruch des Bewerbungsfotos müssen stimmen

Es ist ein absolutes Tabu, bei einer Bewerbung auf nette Schnappschüsse aus dem Privatleben zu setzen. Auch wenn es sich um das vermeintlich perfekte Urlaubsfoto handelt, das dich von deiner Schokoladenseite zeigt. Oder um die charmante Nahaufnahme von deiner Hochzeit. Außerdem: keine Selfies. Und ganz besonders keine Partybilder. Selbst bei makelloser Fotoqualität und dem schönsten Motiv bleibt hier kein Spielraum für Abwägungen und Interpretationen.

Jedes Foto aus der Freizeit ist als Bewerbungsbild ungeeignet.

Du möchtest dich mit deiner Bewerbung zwar authentisch präsentieren, allerdings ausschließlich von deiner professionellen Seite. Dazu gehören angemessene Kleidung und ein seriöses Auftreten. Denn der Arbeitgeber sucht nach einem qualifizierten, verlässlichen Mitarbeiter – nicht nach einem neuen Freund. Dieses Verständnis sollte auch dein Bewerbungsfoto widerspiegeln.

Das ideale Bewerbungsfoto fertigt daher ein professioneller Fotograf an. Es sollte ausschließlich zur Verwendung in einer Bewerbung bestimmt sein.

Grundvoraussetzung ist dabei eine überzeugende technische Qualität der Aufnahme. Das Foto muss hundertprozentig scharf, hochauflösend und farbecht aufgenommen werden. Eine optimale Ausleuchtung – Schlagschatten vermeiden – und ein ruhiger Hintergrund sind Pflicht. Das wird meist im Studio realisiert, ist aber auch vor geeigneter Kulisse möglich. Doch keine Sorge: Ein guter Fotograf beherrscht diese Dinge im Schlaf. Er kann dir in der Regel auch Tipps zu den Details geben, auf die wir im Folgenden näher eingehen.

Wer sein Bewerbungsfoto selbst machen möchte, sollte sich an diesen Qualitätsstandards orientieren. Fehlen dazu Ausrüstung und Expertise, ist von amateurhaften Selbstversuchen dringend abzuraten.

Nicht am falschen Ende sparen

Klar, solche professionellen Bewerbungsbilder kosten ein wenig Geld. Doch diese Investition lohnt sich, denn sie sendet klare Signale an den Personaler: Sie zeigt, dass du deine Bewerbung ernst nimmst und dass du es verstehst, dich seriös und professionell zu präsentieren. Außerdem hinterlässt du mit hochwertigen Bewerbungsfotos einen guten ersten Eindruck.

Billige Bewerbungsfotos rücken die gesamte Bewerbung ins falsche Licht.

Wer hier knausert, spart daher ganz klar am falschen Ende. Denn billige Bewerbungsfotos stellen die Ernsthaftigkeit deiner Bemühungen infrage und rücken die gesamte Bewerbung in das falsche Licht. Dasselbe gilt übrigens für offensichtlich veraltete Fotos – verwende daher immer aktuelle Aufnahmen. Der Personaler wird sich ansonsten unweigerlich fragen, warum dir eine Anstellung in seinem Unternehmen nicht mehr Mühe wert war. Und das ist bestimmt nicht der Eindruck, den du mit deiner Bewerbung wecken möchtest.

Selbstgeknipste Bewerbungsfotos aus Fotoautomaten, zweckentfremdete Passbilder oder mehrere Jahre alte Aufnahmen sind daher für ernsthafte Bewerbungen ein ganz klares No-Go.

Den richtigen Bildausschnitt für das Bewerbungsfoto wählen

Grundsätzlich gilt: Das Gesicht sollte im Fokus des Bewerbungsfotos stehen. Fotografen setzen bei Bewerbungsfotos daher üblicherweise auf das sogenannte Halbporträt. Das zeigt den Kopf der abgelichteten Person samt der Schulterpartie – in der Regel befindet sich der untere Rand des Halbporträts etwa auf Brusthöhe (siehe positive Beispiele weiter oben). Dieser Bildausschnitt kann je nach Gestaltung der Bewerbung allerdings auch etwas größer gewählt werden.

Wenn du dich nicht gerade als Fotomodell bewerben möchtest, sind Ganzkörperaufnahmen daher generell ungeeignet.

Bewerbungsfoto im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt?

Auf welches Format du dein Bewerbungsfoto letztlich zuschneiden lässt, hängt ganz davon ab, wie du deine Bewerbung gestalten möchtest.

  • Entweder setzt du auf die gängige Variante und fügst das Bewerbungsbild direkt in den Lebenslauf ein. Das Foto sollte dann im Hochformat verwendet werden. Übliche Abmessungen wären in dem Fall 4 x 6 Zentimeter beziehungsweise 6 x 9 Zentimeter in der etwas größeren Ausführung.
  • Verwendest du hingegen ein separates Deckblatt, kann sich auch ein größerer Bildausschnitt im Querformat anbieten. Weil bei dieser Variante mehr Platz zur Verfügung steht, lassen Bewerber gelegentlich auch ihren ganzen Oberkörper ablichten. Achte in diesem Fall jedoch auf eine angemessene Gestik: In den Hosentaschen vergrabene oder in die Hüfte gestemmte Hände sind Tabu. Gehe im Zweifel lieber auf Nummer sicher und setze auf das bewährte Halbporträt.

Den richtigen Winkel für das Bewerbungsfoto finden

Die richtige Perspektive hat großen Einfluss auf die professionelle Wirkung eines Bewerbungsfotos. Das Gesicht sollte in jedem Fall direkt auf die Kamera gerichtet werden, während die Augen “Blickko:weidentakt” mit der Kameralinse halten. Üblicherweise wird der Oberkörper dabei leicht von der Kamera abgewandt und der Kopf entsprechend in Richtung des Fotoapparats gedreht. Das wirkt offener, sympathischer.

Eine direkte Frontalaufnahme ist zu vermeiden, denn die erinnert schnell an Passbilder oder im schlimmsten Fall sogar an Polizeifotos. Außerdem kann sie die abgelichtete Person gedrungen wirken lassen.

Besonders wichtig ist, dass das Bewerbungsfoto dem Betrachter “auf Augenhöhe” begegnet. Die Linse der Kamera sollte sich bei der Aufnahme also genau auf Höhe des Kopfes der abgelichteten Person befinden. Schon scheinbar unbedeutende Abweichungen können ungebetene Effekte haben:

  • Wer von unten in die Kamera hinaufschaut, wirkt leicht unterwürfig und unsicher.
  • Wer hingegen von oben auf die Kamera herabschaut oder den Blickkontakt vermeidet, kommt arrogant und unkollegial herüber.

Der passende Gesichtsausdruck für das Bewerbungsfoto

Man sagt, ein Lächeln öffne Türen. Manche sprechen sogar von der “Macht des Lächelns”. Kein Wunder, denn das Lächeln ist ein Ausdruck menschlicher Emotion, den man überall auf der Welt sofort versteht. Es steht für Freude, Freundlichkeit, Offenheit und Empathie. Besonders wenn wir fremden Menschen begegnen, hängt unser erster Eindruck stark von den Signalen ab, die sie senden. Und ein Lächeln sendet positive Signale – wer lächelt, den findet man daher eher sympathisch.

Versuche also, auch auf deinem Bewerbungsfoto möglichst authentisch und freundlich zu lächeln.

Schließlich bist du für den Personaler auch eine fremde Person. Er kennt dich nicht, er weiß nicht, wie du tickst. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du auf deinem Bewerbungsbild möglichst offen und nahbar herüberkommst. Das gilt ganz besonders für Jobs mit Kundenkontakt oder in sozialen Tätigkeitsbereichen.

Authentisch und freundlich – darauf kommt es an

Übertreibe es mit dem Lächeln allerdings nicht. Denn ein aufgesetztes Grinsen erreicht das Gegenteil: Anstatt offen und sympathisch herüberzukommen, lässt es dich unglaubwürdig und falsch wirken. Auch ein spöttischer Blick oder einseitig hochgezogene Mundwinkel sind tabu. Nur wie findet man den richtigen Mittelweg?

Manchen Menschen fällt es leicht, auf Abruf nett und freundlich zu lächeln. Andere haben damit allerdings einige Schwierigkeiten und verkrampfen. Was ansonsten intuitiv perfekt funktioniert, kann auf Abruf zum Problem werden. Ein guter Fotograf wird deshalb versuchen, während des Shootings für eine lockere Stimmung zu sorgen und die Anspannung aufzulösen.

Du brauchst außerdem keinen Druck zu spüren. Schließlich muss nicht gleich das erste Foto zum Erfolg führen. Bis das perfekte Bewerbungsfoto im Kasten ist, darf ruhig ein bisschen Zeit vergehen. Gemeinsam mit dem Fotografen kannst du dich dem Wunschfoto Schritt für Schritt nähern.

Ob du allerdings beim Lächeln Zähne zeigen solltest oder nicht, ist pauschal nicht zu beantworten. Teste einige Varianten – vielleicht schon zu Hause vor dem Spiegel – und hole im Idealfall auch Meinungen von Freunden und Verwandten ein. Denn Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung können auseinanderklaffen. Auch der Fotograf kann dir dabei behilflich sein. Schließlich weiß er aus Erfahrung, was einen guten Eindruck macht – und was nicht.

Entscheidend ist, dass am Ende ein Bewerbungsbild herauskommt, das dich glaubwürdig von deiner freundlichen, offenen Seite zeigt.

Haare, Frisur, Schmuck und Make-up auf dem Bewerbungsfoto

Dein Styling sollte den professionellen Charakter deines Bewerbungsfotos unterstreichen. Es sollte auf keinen Fall ablenken und in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Denn du möchtest als kompetenter und vertrauenswürdiger neuer Mitarbeiter wahrgenommen werden – schließlich stellt dich niemand wegen deiner ausgefallenen Frisur ein. Wer hier grundlegende Regeln beachtet, die übrigens auch im Vorstellungsgespräch gelten, ist auf der sicheren Seite:

  • Ein gepflegtes Äußeres ist das A und O, denn mangelnde Körperhygiene ist ein absolutes No-Go. Die Haare müssen also gewaschen und ordentlich frisiert sein. Männer sollten sich rasieren und ihren Bart in Form bringen – ein getrimmter Bart hinterlässt einen deutlich besseren Eindruck.
  • Männer und Frauen, die langes Haar tragen, sollten ihre Frisur für das Bewerbungsfoto “zügeln” und auf jeden Fall gründlich kämmen. Wallende Haarpracht mag in der Freizeit schick aussehen, kann im Arbeitsumfeld aber unprofessionell wirken. Im Zweifel ist ein schlichter, dezenter Look daher vorzuziehen.
  • Dasselbe gilt für Frauen bei Schmuck und Make-up: Wenn sie den professionellen Eindruck des Bewerbungsfotos dezent unterstreichen und betonen – gut. Wenn sie stattdessen aufdringlich wirken und ins Auge stechen – nicht gut. Goldene Kreolen und pinker Lippenstift sind in der Freizeit besser aufgehoben.

Kleidung muss sauber sein und zur Stelle passen

Sauberkeit und Ordentlichkeit sind auch bei der Kleidung Pflicht. Wer schon diese Grundvoraussetzung nicht erfüllt, verbaut sich in der Regel alle weiteren Chancen. Deshalb besteht kein Zweifel:

Schmutzflecken, Knitterfalten, abgenutzter Stoff oder gar Löcher sind bei der Kleidung in jedem Fall tabu.

Fast genauso wichtig ist es, dass man auf dem Bewerbungsfoto den richtigen Dresscode trifft. Für eine Bewerbung als Grafiker in einem jungen Medienunternehmen sind Sakko und Krawatte sicher zu dick aufgetragen. Im schlimmsten Fall könnte der Personaler dies sogar als Unkenntnis der Branche interpretieren. Andererseits reicht das bloß locker geknöpfte Hemd nicht, wenn man sich als Bankkaufmann bewerben möchte.

Die Maßgabe lautet also: Die auf dem Bewerbungsfoto getragene Kleidung sollte zur ausgeschriebenen Stelle passen und branchenüblich sein.

Um den richtigen Stil zu treffen, kann man sich an generellen Richtlinien orientieren. Häufig erlauben auch die Internetseiten und Social-Media-Accounts des gewünschten Unternehmens Rückschlüsse auf den dort gepflegten Dresscode. Wer keine Berührungsängste hat, kann vorab auch telefonisch beim Personaler nachhaken – das demonstriert Selbstvertrauen und Zielstrebigkeit.

Letztlich steht auch hier der professionelle Auftritt des Bewerbers im Vordergrund.

Schulterfreie Kleider oder freizügige Ausschnitte bieten sich für Frauen daher nicht als Outfit für das Bewerbungsfoto an. Und Männer lassen auf jeden Fall die Finger von bunt bedruckten T-Shirts oder Hemden mit kurzen Ärmeln.

Bewerbungsfoto in Schwarz-Weiß oder in Farbe?

Ein schwarz-weißes Bewerbungsfoto kann edel und hochwertig wirken – die Betonung liegt allerdings ganz deutlich auf dem Wörtchen “kann”. Denn es genügt nicht, einer eigentlich farbigen Aufnahme via Bildbearbeitungsprogramm einfach eine Schwarz-Weiß-Kur zu verordnen.

Schwarz-Weiß-Porträts sollten schon vorher als solche geplant, in Szene gesetzt und angefertigt werden. Nur wenn eine solche Aufnahme handwerklich perfekt umgesetzt wurde, entfaltet sie nämlich die gewünschte Wirkung. Und was noch viel wichtiger ist: Sie sollte zur Bewerbung passen.

Nur eine handwerklich perfekt umgesetzte Schwarz-Weiß-Aufnahme entfaltet die gewünschte Wirkung.

Stilbewusst, souverän, seriös – solche Assoziationen wecken Schwarz-Weiß-Porträts in der Regel. Wer sich als Konzertmusiker, Architekt oder Vertriebsleiter bewirbt, kann sich diese Wirkung zunutze machen. Denn im Idealfall unterstreicht sie den eigenen Anspruch und die eigenen Kompetenzen. Für Bürokaufleute oder KFZ-Mechaniker trifft das allerdings weniger zu. Hier wirken schwarz-weiße Bewerbungsfotos eher affektiert und fast schon deplatziert.

Außerdem lassen Schwarz-Weiß-Aufnahmen den Bewerber schnell distanziert und unnahbar wirken. Im Vergleich dazu kommen Farbbilder in der Regel wesentlich lebendiger und offener herüber. Dieses Risiko sollte man kennen und möglichst schon beim Fotografieren umschiffen. Wer die Eigenarten dieses Stil nicht angemessen berücksichtigt, schadet vielleicht sogar seiner Bewerbung.

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