Bewerbungsmappe

Weiterbildung – Der Joker im Berufsleben

Bewerbung und Weiterbildung: Mehr Erfolg durch neues Wissen

Arbeitnehmer müssen in der heutigen Zeit flexibel sein, sich stetig an die Veränderungen anpassen und sich über neue Trends auf dem Laufenden halten. In einigen Branchen ist dies besonders stark ausgeprägt, beispielsweise IT, Medien und Mode. Aber auch im Bereich der Pädagogik oder Medizin sind Fort- und Weiterbildungen selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, sich stetig weiterzubilden und damit den Veränderungen zu begegnen. In vielen Fällen lohnt es sich, die Kosten für eine Weiterbildung aufzubringen.

Zu den Vorteilen einer beruflichen Weiterbildung zählen insbesondere:

  • Verbesserung der beruflichen Perspektiven
  • Beförderung durch Qualifizierung möglich
  • Joker bei Gehaltsverhandlungen
  • angestrebter Positions- oder Berufswechsel wird erleichtert
  • verbesserte Chancen bei Berufswiedereinstieg

Aufstieg oder Neuorientierung?

Berufstätige sowie Arbeitssuchende entscheiden sich häufig für eine Weiterbildung, um die eigenen Qualifikationen zu optimieren. Insbesondere Absolventen einer klassischen Berufsausbildung können durch den Erwerb neuen Expertenwissens häufig die Karriereleiter aufsteigen und damit das Gehalt verbessern. Wer hingegen auf der Suche nach einer geeigneten Anstellung ist, erhöht durch die aktualisierte Qualifikation die Chancen auf den gewünschten Job.

Darüber hinaus kann die Weiterbildung auch der beruflichen Neuorientierung dienen. Das ist dann angebracht, wenn Berufstätige in ihrem Job nicht mehr glücklich sind oder aber die Ausbildung keine Chancen mehr am Arbeitsmarkt bietet. Die Weiterbildung ist dabei als Alternative zu einer neuen Berufsausbildung anzusehen, eröffnet den Absolventen dennoch neue berufliche Perspektiven. Ein beruflicher Quereinstieg durch eine Weiterbildung ist in vielen Bereichen möglich.

Arten der Weiterbildung

Interessenten stehen viele unterschiedliche Weiterbildungsarten zur Auswahl. Kurse für die berufliche Weiterbildung werden beispielsweise bei den Volkshochschulen vor Ort, der Industrie- und Handelskammer oder bei Handwerkskammern angeboten. Diese Anbieter bieten je nach Interesse, Vorbildung und Berufserfahrung unterschiedliche Kurse an. Die Seminare reichen von Ein-Tages-Seminaren bis hin zu mehrmonatigen Kursen. Die Kurszeiten liegen in der Regel an den späten Nachmittags- bzw. Abendstunden oder am Wochenende, wodurch die Weiterbildung neben Beruf und Familie realisiert werden kann.

Als Alternative zu Präsenzkursen werden Onlinekurse immer beliebter. Diese werden zu den unterschiedlichsten Fachrichtungen angeboten, haben jedoch oftmals den Nachteil, dass sie nicht immer offiziell anerkannt sind und mit der Teilnahme kein Zertifikat oder Abschluss erworben werden kann. Das ist für die Weiterbildung in der Bewerbung jedoch besonders wichtig.

Anders sieht das bei Fernstudiengängen aus. Diese Art des Lernens wird von Fernschulen angeboten. Freie Zeiteinteilung sowie eine individuelle Lerngeschwindigkeit zählen zu den entscheidenden Vorteilen vom Fernunterricht. Jedoch erfordert das berufsbegleitende Studium ein Höchstmaß an Selbstdisziplin und Selbstorganisation. Bei vielen Kursen müssen Präsenztermine, beispielsweise zu Prüfungen, wahrgenommen werden. Das ist insbesondere bei staatlich anerkannten Weiterbildungsarten der Fall. Bei einer staatlichen Weiterbildung erhalten Teilnehmer staatlich anerkannte Abschlüsse wie Berufs- und Schulabschlüsse.

Die Anmeldung zu einer beruflichen Weiterbildung kann direkt bei dem Anbieter erfolgen. Zahlreiche Institute und Fernschulen bieten online eine große Auswahl an Kursen an. Aber auch bei vielen Volkshochschulen, Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern besteht mittlerweile die Möglichkeit, die Kurse direkt über die Internetpräsenz auszuwählen und sich bei Bedarf anzumelden. Vor der Anmeldung sollte überprüft werden, ob alle benötigten Vorqualifikationen vorhanden sind, beispielsweise ein bestimmter Schulabschluss, eine berufliche Vorbildung oder Berufserfahrung in einer Branche. Entsprechende Qualifikationen müssen nachgewiesen werden, beispielsweise über Abschluss- und Arbeitszeugnisse.

Die Kosten für die Bewerbungen sowie für berufliche Weiterbildungen können Arbeitnehmer in der Steuererklärung aufführen.

Weiterbildung in der Bewerbung aufführen?

Eine erfolgreich absolvierte Weiterbildung unterstreicht die eigene berufliche Qualifikation und ist als eigener Punkt aufzuführen. Damit gehört die Weiterbildung mit in den Lebenslauf. Zu nennen sind dabei der Zeitpunkt, die Art der Weiterbildung, der eventuell erlangte Abschluss, aber auch wo sie stattfand, beispielsweise das Weiterbildungsinstitut. Ist die Weiterbildung für den Beruf relevant und liegt sie nicht länger als zehn Jahre zurück, kann sie auch im Bewerbungsanschreiben genannt werden. Zusätzlich zählt der Beleg der Weiterbildung, beispielsweise das Zertifikat oder die Teilnahmebestätigung, zu den Bewerbungsunterlagen.

Neben der bereits absolvierten Weiterbildung kann auch eine geplante Weiterbildung positiv in der Bewerbung auffallen. Wer sich vor einer geplanten Weiterbildung bewirbt, kann dies im Bewerbungsanschreiben anführen – vorausgesetzt, die Weiterbildung ist für die angestrebte Position relevant. Denn viele Arbeitgeber bewerten es durchaus positiv, wenn ein Arbeitnehmer gewillt ist, sich weiterzubilden und damit einen Mehrwert für das Unternehmen darstellt.

Formulierungsbeispiel: Zurzeit absolviere ich eine Weiterbildung zur geprüften Personalmanagerin. Diese werde ich in einem Monat abschließen. Mein neu erworbenes Fachwissen würde ich gerne in Ihr Unternehmen einbringen.