Person die an einem Laptopn schreibt

Bewerbung bei einer Werbeagentur

Wie bewerbe ich mich in einer Werbeagentur?

Werbeagenturen haben einen durchwachsenen Ruf. Manch einer denkt sofort an Mad Men, eine andere Person vielleicht eher an spannende Kunden und tolle Kampagnen. Es gibt auch Menschen, die bei dem Wort Werbeagentur erst einmal an unbezahlte Überstunden und durchwachsene Gehälter denken. Wie dem auch sei, Werbeagenturen können eine interessante Erfahrung bedeuten. Schauen wir uns daher an, wie man sich bei einer ebensolchen bewirbt.

Für welche Stelle bewirbst du dich?

Es kommt natürlich darauf an, auf welche Position du dich bewirbst. Sicherlich gibt es in einer Werbeagentur einige kreative Berufe, aber durchaus auch einige Jobs, wie sie in jedem anderen Beruf zu finden sind, wie beispielsweise Buchhalter, administrative Assistenz oder Personaler(in).

Ein Portfolio kann sehr hilfreich sein

Bei kreativeren Stellen empfiehlt es sich, ein Portfolio anzulegen. Damit sieht der Arbeitgeber auf einen Blick, welche Arbeit ein Bewerber bisher verrichtet hat und wie es um dessen Erfahrung bzw. Expertise steht. Falls du noch neu auf dem Arbeitsmarkt bist, sorge dich nicht. Jeder hat mal irgendwo neu angefangen. So kannst du beispielsweise Arbeiten, die du während deines Studiums erstellt hast, präsentieren oder aber auch proaktiv in deinem Anschreiben formulieren, was du deiner Ansicht nach zu einer Kampagne beitragen kannst bzw. wie du diese aufziehen würdest. Wenn du magst, übe gerne kreative Kritik an einer Kampagne und kommuniziere, was man hätte anders machen können.

Informiere dich über die Branche und Fachbegriffe

Wenn du dich für eine Karriere in der Werbebranche interessierst, ist es hilfreich, zu verfolgen, welche Kampagnen andere Agenturen erstellt haben und worüber gerade gesprochen wird. Horizont und WuV sind zwei bekannte Webseiten, die sich mit den Arbeiten verschiedener Agenturen und Werbetreibenden im Allgemeinen beschäftigen. Die verschiedenen Auszeichnungen der Branche musst du nicht alle kennen, aber zumindest die Lions, die in Cannes verliehen werden, sollten dir ein Begriff sein.

Es ist ebenso eine gute Idee, wenn du verschiedene Abkürzungen kennst. Print und TV sind dir wahrscheinlich bereits geläufig. Aber wie steht es um OoH (Out of Home, bezeichnet beispielsweise Litfaßsäulen und die Werbeplakate, die du an Bahnhöfen siehst)? Etwas komplexer wird es dann bei Onlinekanälen. Hier gibt es beispielsweise SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung; bezieht sich zumeist darauf, das Ranking einer Webseite bei Google zu verbessern), SEA (Search Engine Advertising, auch SEM genannt, das M steht für Marketing, bezieht sich auf Bezahltwerbung, die online beispielsweise auf Google oder Facebook geschaltet wird und unter den Produktnamen Google Ads bzw. Facebook Ads bekannt ist). Content ist in letzter Zeit ebenfalls ein Trendthema. Hierbei geht es zumeist darum, Inhalte für Webseiten zu verfassen, sodass diese Webseite für bestimmte Suchwörter (im Fachjargon Keywords genannt) bei Google besser rankt und mehr Benutzer von Google auf eine Webseite gelangen. Organisches Online Marketing bezieht sich darauf, keine Bezahltwerbung zu schalten, sondern nur mit nachhaltigen Taktiken zu arbeiten. Dazu können SEO und Social Media gehören, aber beispielsweise auch ein gut funktionierender E-Mail-Newsletter.

Überlege dir, wie eine interessante Bewerbung aussieht

Was deine Bewerbung auf keinen Fall sein sollte, ist eine bloße Ausformulierung deines Lebenslaufes. Werbeagenturen sehen es zwar gerne, wenn jemand kreativ und außergewöhnlich an Dinge herangeht, aber mit einer monotonen Bewerbung macht man niemanden wirklich neugierig auf ein Kennenlernen. Du musst es auch nicht übertreiben oder auf Teufel komm raus versuchen, kreativ zu sein. Versuche stattdessen, dir zu überlegen, wie du der Agentur einen Mehrwert bieten kannst, und integriere diesen in deine Bewerbung.