Das Wichtigste auf einen Blick:

Nachdem du einen Studienplatz gefunden hast, solltest du dich um die Wohnungssuche kümmern und deinen Wohnsitz ummelden.
Anschließend gilt es, sich auf das Studium vorzubereiten und deinen neuen Tagesablauf zu organisieren.
Infos zu Büchern und anderen Arbeitsmaterialien erhälst du in der jeweiligen Veranstaltung.
Bestimmte Ausrüstung wie ein arbeitsfähiger Computer und ausreichend Schreibmaterial sind aber in jedem Fall unerlässlich.

Du hast dein Abitur erfolgreich hinter dich gebracht und nun steht dir ein neuer Lebensabschnitt bevor: deine Zeit als Erstsemester, Erstsemestler, Erstsemestrige, Ersi, Ersti beziehungsweise Quietschie. Als solche werden Studenten bezeichnet, die sich in das erste Semester ihres Studiengangs eingeschrieben haben.

Das Studium führt die meisten Studenten nicht nur vom Gymnasium an die Universität beziehungsweise Fachhochschule oder Pädagogische Schule, sondern häufig auch in eine neue Stadt. Dies bedeutet für alle Erstsemester – und ebenfalls für dich – eine gravierende Umstellung, die mit zahlreichen Herausforderungen einhergeht. Damit du diesem spannenden Lebensabschnitt mit Freude und Gelassenheit entgegenblicken kannst, haben wir hier tolle Tipps für den Eintritt in dein Studium.

Vom Schüler zum Student – alles verändert sich

Mit dem Semesterbeginn ändert sich dein Leben gravierend. Du hast dein Abitur erreicht, deinen Schulabgang gefeiert, dich für das Studium entschieden und verlässt vermutlich als Erstsemester dein Elternhaus, um in einer fremden Stadt zu studieren. Wie die meisten Erstis mietest du dein eigenes kleines Apartment in der Universitätsstadt oder beziehst eine Studentenbude in einem Wohnheim. Die Vorzüge, die du bisher vom Hotel Mama kennst, fallen weg und du bist künftig auf dich alleine gestellt.

All das verlangt dir eine Umorientierung in nahezu allen Lebensbereichen ab und anfängliches Chaos bleibt dabei nicht aus. Aber keine Sorge, an der Universität gibt es viele Hilfestellungen, die dir das Ankommen an der Uni und in der neuen Stadt erleichtern. Doch bevor es soweit ist, dass du dein erstes Semester antrittst, solltest du dich gut auf diese neue Situation vorbereiten.

Günstige Wohnmöglichkeiten für Studenten, Umzug & Ummeldung

Nachdem klar ist, an welcher Uni du studieren wirst, und du die Zusage für deinen Studienplatz erhalten hast, steht die Wohnungssuche an. Das ist kein leichtes Unterfangen, denn in Universitätsstädten sind bezahlbare Wohnungen und Zimmer Mangelware. Deshalb ist es immens wichtig, dass du dich sofort auf die Suche nach einem günstigen Dach über dem Kopf machst. Je später du dich auf Wohnungssuche begibst, desto teurer wird es. Zudem wird die Auswahl an anständigen Wohnangeboten immer geringer, umso näher der Semesterstart rückt.

Bei der Suche nach einer Unterkunft ist das Internet eine große Hilfe. Hier kannst du nach kleinen Single-Apartments, Wohngemeinschaften und Studentenwohnheimen suchen. Nutze dabei auch soziale Netzwerke und Kontakte. Vielleicht kennt jemand aus deinem Bekanntenkreis eine WG, die ein neues WG-Mitglied für ein freies Zimmer sucht.

Als Ersti kannst du diese Optionen für die Suche nach einer günstigen Unterkunft nutzen:

  • Studentenwerke
  • Aushänge in der Mensa
  • Gruppen mit Wohnungsangeboten in den sozialen Netzwerken
  • Gruppen mit freien WG-Zimmern in sozialen Plattformen
  • lokale Zeitungen (Print) und Online-Stadtmagazine- Online-Wohnbörsen

Vermutlich hast du bisher noch keine Erfahrung darin, eine Wohnung zu besichtigen und dich mit dem Mietvertrag auseinanderzusetzen. Bitte deine Eltern um Unterstützung, dich bei der Wohnungsbesichtigung oder Zimmerbesichtigung zu begleiten und beim Mietvertrag das Kleingedruckte zu überprüfen.

Verbinde die Wohnungssuche mit Kurzreisen in die Universitätsstadt

Eine weitere Möglichkeit bietet sich dir, wenn du dich direkt vor Ort auf Wohnungssuche begibst. Manche Geschäfte haben eine Pinnwand, an der auf Aushängen über freie WG-Zimmer oder frei werdende Zimmer in einem Studentenwohnheim informiert wird. Auch auf dem Campus, zum Beispiel in der Mensa oder in der Bibliothek, kannst du am Schwarzen Brett nach Studentenunterkünften schauen.

Bei der Wohnungssuche vor Ort hast du weitere Vorteile. Du lernst deine Universitätsstadt kennen und kannst dir einen Eindruck verschaffen, welcher Stadtteil beziehungsweise welche Wohnlage für dich am besten geeignet ist. Zudem kannst du dir Apartments, Studenten-WGs und Zimmer in Wohnheimen direkt ansehen.

Sightseeing

Die Stadt kennenlernen

Wenn du in der Unistadt bist, um dir eine günstige Studentenbleibe zu suchen, ergibt sich für dich eine tolle Gelegenheit, an einer Stadtführung teilzunehmen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Hotspots und Kulturangebote kennenzulernen. Sobald du dann zum Studienbeginn in die neue Stadt kommst, fühlst du dich nicht mehr ganz so fremd und das Eingewöhnen fällt dir leichter.

Umzug in die ersten eigenen vier Wände

Jeder Umzug ist stressig, allerdings dürfen sich die meisten Erstsemester auf tatkräftige Unterstützung durch die Familie freuen. Beziehst du ein Zimmer in einem Studentenwohnheim, hast du vielleicht Glück und kannst ein paar Möbel von deinem Vorgänger oder deiner Vorgängerin übernehmen.

Besorge dir Umzugskartons oder stabile Obstkartons. Letztere bekommst du in Supermärkten und Lebensmittelgeschäften umsonst. Da diese jedoch sehr gefragt sind, ist es sinnvoll, wenn du bereits einige Wochen vor dem Umzugstermin in deine Studentenbude in Geschäften nachfragst, ob dir dort einige Kartons zurückgelegt werden können.

Sortiere dein Hab und Gut. Überlege, welche persönlichen Dinge du mitnehmen möchtest und welche Sachen zu Hause bei deinen Eltern bleiben. Verpacke zerbrechliche Gegenstände mit Zeitungspapier und kennzeichne die Kartons, in denen Glas und empfindliche Gegenstände transportiert werden. So wissen deine Umzugshelfer, welche Umzugskisten mit Vorsicht zu hantieren sind. Es ist ohnehin praktisch, wenn du die Kartons beschriftest. Dann findest du alles Wichtige, ohne direkt nach dem Umzug gleich alle Kisten auspacken zu müssen.

Ummeldung deines Wohnsitzes

Nachdem du dein Studentenzimmer oder deine kleine Wohnung in der Uni-Stadt bezogen hast, musst du dich innerhalb von sieben Tagen beim Einwohnermeldeamt oder beim Bürgeramt ummelden. Die Adresse des Amts erfährst du über die Stadtverwaltung beziehungsweise die Internetseite der Stadt.

Für die Ummeldung deines Wohnsitzes benötigst du deinen Personalausweis, unter Umständen deinen Pass. Manchmal werden auch eine Geburtsurkunde (Original) und der Mietvertrag zur Vorlage verlangt. Möchtest du dich im Vorfeld erkundigen, welche Unterlagen du für die Ummeldung mitbringen musst, rufe bei der Stadtverwaltung in der Abteilung Einwohnermeldeamt an oder entnehme die Informationen von der Website der Stadtverwaltung.

Zuhause ist es doch am schönsten

Zweitwohnsitz

Verbringst du die Wochenenden und Semesterferien bei deinen Eltern, kannst du deine neue Anschrift auch als Zweitwohnsitz anmelden. Für Studenten besteht die Möglichkeit, sich von der sogenannten Zweitwohnsitzsteuer befreien zu lassen. Einige Städte bieten ein Willkommensgeld bei der Anmeldung eines Erstwohnsitzes. Dieses betrug beispielsweise in der Stadt Neubrandenburg im Jahre 2018 maximal 150 Euro. Nähere Informationen dazu bekommst du ebenfalls bei der Stadtverwaltung.

Als Studienanfänger den Alltag organisieren

Mit der ersten eigenen Bude wirst du früher oder später lernen müssen, selbstständig zu werden. Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen – das sind vielleicht alles neue Aufgaben, die bisher deine Eltern für dich erledigt haben.

Beziehst du ein WG-Zimmer, gibt es in der Wohngemeinschaft sicherlich schon einen Putzplan. Dieser regelt, welcher Mitbewohner zu einem bestimmten Zeitpunkt verschiedene Arbeiten im Haushalt zu erledigen hat. Um ein gutes gemeinschaftliches Miteinander zu gewährleisten, solltest du dich mit dem Putzplan vertraut machen und dich daran halten. Dies gilt natürlich ebenso für alle anderen WG-Partner.

Hast du dich bisher nie selbst um deine Wäsche kümmern müssen, lass dir von deinen Eltern erklären, wie du deine Wäsche richtig sortierst, auf wie viel Grad einzelne Wäschestücke zu waschen sind und wie du die Waschmaschine richtig einstellst. Sonst wird es schnell teuer, wenn deine weißen Hemden rosa oder deine Hosen auf einmal zehn Zentimeter kürzer sind und du dich neu einkleiden musst. Außerdem ist es sinnvoll, zumindest einige Kochrezepte auszuprobieren, damit du dich günstig selbst versorgen kannst.

Welche Arbeitsmaterialien braucht man als Erstsemester?

Damit du alles für deinen Studienantritt parat hast, was du im Studienalltag benötigst, haben wir hier eine kleine Checkliste für dich zusammengestellt. Kümmere dich rechtzeitig vor dem Beginn deines ersten Semesters darum.

Schreibutensilien 

Collegeblöcke und Schreibgeräte sind unverzichtbare Utensilien, die du im Hörsaal brauchst, um dir Notizen machen zu können. Außerdem benötigst du Klarsichthüllen, stabile Ordner und Textmarker, um deine handschriftlichen Notizen übersichtlich verwalten zu können.

Laptop 

Mit einem Block und einem Laptop hast du alle wichtigen Notizen immer parat.

Ein zuverlässiger Laptop ist Grundvoraussetzung, damit du das Internet zum Recherchieren und Lernen nutzen kannst. Darüber hinaus schreibst du deine Hausarbeiten bequem am Laptop. Legst du dir als Erstsemester einen neuen Laptop zu, achte bei der Auswahl auf das Gewicht des Geräts. Übrigens bieten einige Markenhersteller spezielle Bildungspreise für Studenten an. Dadurch kannst du deinen neuen Laptop deutlich günstiger kaufen – du musst vor dem Kauf aber deinen Status als Student nachweisen.

USB-Sticks, externe Festplatte und Powerbank 

Besorge dir auch einige USB-Sticks sowie eine externe Festplatte, um deine Daten zu sichern. Unverzichtbar ist ebenfalls eine Powerbank, mit der du Laptop und Smartphone unabhängig von einer Steckdose aufladen kannst.

Tasche oder Rucksack 

Eine stabile Tasche oder ein robuster Rucksack ist für jeden Erstsemestler unabdingbar. Es lohnt sich, beim Kauf auf gute Qualität und hochwertige Verarbeitung zu achten. Ideal ist zum Beispiel eine Lehrertasche aus Leder, da sie viele einzelne Fächer hat und optimal für den Transport schwerer Bücher, Ordner, Collegeblöcke und weiterer Arbeitsmaterialien geeignet ist.

Praktizierst du die vegane Lebensweise, sodass für dich eine Tasche oder ein Rucksack aus Leder nicht infrage kommt, spricht nichts gegen ein anderes Material. Allerdings gibt es nicht allzu viele hochwertige Taschen und Rucksäcke, die langfristig der hohen Beanspruchung im Studium standhalten. Für eine verlässliche Qualität wirst du daher tief in die Tasche greifen müssen.

I want to ride my bicycle

Fahrrad und Fahrradschloss 

Das Zweirad ist zweifelsfrei das beliebteste Verkehrsmittel von Studenten. Leider nicht nur von Studenten, sondern auch von Fahrraddieben. Daher empfiehlt es sich, ein altes Fahrrad und ein diebstahlsicheres Fahrradschloss von zu Hause mitzubringen oder am Studienort zu kaufen. Dies ist normalerweise kein Problem, da viele Studenten nach dem Studium ihr altes Fahrrad nicht mitnehmen und günstig verkaufen.

Fachliteratur für den Uni-Start nicht zwingend nötig

Um die Anschaffung von Fachliteratur kommt kein Student herum. Allerdings ist es nicht zwingend notwendig, als Erstsemester mit einem Berg an Fachliteratur zum Semesterstart anzureisen. Benötigte Bücher kannst du in der Uni-Bibliothek ausleihen. Das schont dein Budget und ist zudem praktisch. Denn häufig fordern die Dozenten dazu auf, sich bestimmter Fachliteratur zuzuwenden, weil die Seminare auf bestimmten Werken aufbauen. Es ist für Erstis deshalb nicht zielführend, sich ohne Empfehlung der Dozenten auf eigene Faust Fachlektüre zu besorgen. Nur gelegentlich benötigte Studienliteratur kann in der Bibliothek ausgeliehen werden. Oft benötigte fachliterarische Werke können bei häufigem Bedarf gekauft werden.

Eine Alternative dazu: Sprich dich mit Kommilitonen ab, sodass jeder ein anderes Buch kauft. So könnt ihr euch gegenseitig aushelfen oder wichtige Teile aus dem Buch des jeweils anderen kopieren.

Orientierung an der Universität – so gelingt die Eingewöhnung in den Uni-Alltag

Der Semesterbeginn ist eine aufregende Zeit. Sie setzt jedoch die allermeisten Erstsemester enorm unter Stress. Alles ist neu, der Campus ist unübersichtlich und die gesamten Abläufe im Unialltag sind fremd. Setze dich nicht unter Druck und gewähre dir eine gewisse Zeit für die Eingewöhnung in den Alltag an der Universität. Seitens der Uni gibt es zahlreiche Angebote, die dir als Erstsemester dabei helfen, dich schnell zu orientieren.

Orientierungswoche für Erstsemester

Die erste Woche an der Uni ist geprägt von zahlreichen Aktionen, die Erstsemestrigen dabei helfen sollen, sich im neuen Alltag an der Universität besser zurechtzufinden. Sie wird je nach Region und Uni als O-Woche, Orientierungsphase, O-Phase oder Start-up-Tage bezeichnet und bietet Erstsemestern beispielsweise

  • Spieleabende,
  • Ersti-Partys,
  • Stadtrallyes,
  • Stammtische,
  • Erstsemester-Fahrten,
  • Tutorenprogramme,
  • Einführungsveranstaltungen

und viele weitere Events an. Diese werden von den Fachschaften, Fakultäten oder Studentenverbindungen organisiert, die im Übrigen Erstsemestrige zudem auch mit Informationsmaterialien versorgen. Häufig bieten Tutoren ihre Unterstützung an, wenn Fragen rund um den Uni-Alltag aufkommen.

Die Orientierungswoche solltest du also auf keinen Fall verpassen. Deine Teilnahme hilft dir dabei, dich schnell auf dem Campus und im typischen Alltag eines Studenten zurechtzufinden und einen guten Start als Student hinzulegen.

Und ganz nebenbei: Du lernst deine Kommilitonen kennen, mit denen du dich austauschen und beratschlagen kannst, wenn du Fragen oder Probleme hast. Dabei entstehen wertvolle Kontakte, die nicht nur für die Zeit an der Uni wichtig sind, und häufig gerade zu Studienbeginn Freundschaften, die das Heimweh lindern, sehr lange halten und sogar bis ins Berufsleben nach dem Studium andauern.

Das Unigelände erkunden

Beteiligst du dich aktiv an der O-Woche, wirst du die wichtigsten Standorte auf dem Uni-Gelände sicher schon erkundet haben. Falls nicht, hole das alsbald nach, um künftig unnötige Wege und Verspätungen zu Vorlesungen zu vermeiden. Zumindest solltest du dich so gut auf dem Gelände der Uni auskennen, dass du weißt, wo du Fachschaft, Sekretariat, Hörsäle, Sporthalle, Mensa und den AStA findest. Notfalls hilft dir dein Smartphone bei der Orientierung auf dem Campus.

Ausweise, Zugänge und Karten besorgen

Während der ersten Uni-Woche sind alle Erstsemester damit beschäftigt, viele praktische Dinge zu organisieren. Dazu gehört das Besorgen benötigter Ausweise, Karten und Zugänge. Für dich als Erstsemester heißt das, du musst dich um Folgendes kümmern:

  • Zugang für das Internet-Netzwerk der Universität
  • Karte für den Kopierer
  • Karte für die Bibliothek
  • Mensa-Karte
  • Sport-Karte
  • E-Mail-Postfach
  • Studentenausweis

Einige Unis haben das Kartenmanagement bereits studentenfreundlich gestaltet, sodass eine Karte für mehrere Universitätsbereiche ausreicht. Doch dies ist nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.

Günstig Kopieren

Das Kopieren in der Uni ist deutlich günstiger als im Copy-Shop. Zudem ist es praktisch, wenn du in der Universität deine Kopien anfertigst. Das erspart dir unnötige Wege. Daher ist es ratsam, schon in der Orientierungswoche die Kopier-Karte zu aktivieren. Mache dich frühestmöglich mit dem Bezahlsystem vertraut und denke daran, zum Aufladen deiner Uni-Karten immer ausreichend Kleingeld mit dir zu führen.

Gewöhne dir direkt zum Studienbeginn an, täglich dein Uni-E-Mail-Postfach zu checken. Darin landen regelmäßig Nachrichten von Dozenten, der Bibliothek und der Uni.

Als Erstsemester Stundenplan erstellen

Ein Stundenplan.
Anders als in der Schule, bist du in der Universität selbst für deinen Stundenplan verantwortlich.

In der Schule gab dir dein Klassenlehrer den Stundenplan vor. Im Studium bist du selbst für deinen Stundenplan verantwortlich. Mit ihm planst du, an welchen Vorlesungen du teilnimmst. Wichtige Informationen zur Ausarbeitung deines Stundenplans findest du in der Studienordnung. Aus ihr lässt sich entnehmen, welche Veranstaltungen besucht werden müssen und welche vorgeschriebenen Leistungsnachweise zu erbringen sind. Auch der Fachbereich hält meist eine Übersicht bereit, was von dir gefordert wird.

Notiere dir in deinem Stundenplan, wie viele und welche Leistungsnachweise erbracht werden müssen. Nimm dir nicht zu viele Veranstaltungen vor, denn dies verursacht unnötigen sowie belastenden Leistungsdruck, was dazu führen kann, dass dir der Spaß am Studium verloren geht. Rechne nicht nur die Zeit für die geplanten Veranstaltungen ein, sondern ebenfalls Vor- und Nachbereitungszeit. Ein gutes Zeitmanagement ist gefragt.

Vor allem im ersten Semester wird der Zeitaufwand für Studium und Lebensmanagement leicht unterschätzt. Neben der Teilnahme an Kursen und Uni-Veranstaltungen müssen auch noch Kapazitäten für Putzplan, Einkaufen, Kochen, Freizeit und vielleicht sogar für einen Nebenjob übrig bleiben.

Als Erstsemestler frisch an der Uni: So lernst du schnell neue Leute kennen

Mit dem Umzug in die Universitätsstadt verändert sich auch dein Freundeskreis. Du lässt deine alten Freunde zurück in der Heimat und kennst an deinem neuen Wohnort vermutlich noch niemanden. Die nachfolgenden Tipps für Erstsemester helfen neben den Angeboten in der O-Woche ebenfalls dabei, schnell neue Kontakte an der Uni und in der fremden Stadt zu knüpfen.

Vor Studienbeginn Kontakte knüpfen über soziale Netzwerke

Im Internet gibt es zahlreiche lokale Gruppen, Foren und Anlaufstellen für Studenten. Melde dich in Studentengruppen frühzeitig an, um online erste neue Kontakte zu anderen Studenten zu knüpfen. Da du als Ersti nicht alleine bist, geht es in Studentengruppen vielen anderen ebenso wie dir. Tausche dich mit anderen Erstsemestern locker aus, um schon mal eine gute Basis für neue Freundschaften am Studienort aufzubauen.

Anmeldung im Sportverein

Eine Person schwimmt im Pool.
Ob Schwimmen oder Tennis – an fast jeder Uni gibt es Sportkurse.

Du bist sportlich aktiv und findest neben der Uni noch etwas Zeit, dich einem Sportverein anzuschließen? Perfekt. Melde dich im Sportverein deiner Wahl an und schon begegnest du regelmäßig neuen Leuten. Bevorzuge dabei möglichst einen Verein, der nicht zu weit von deiner Studentenwohnung entfernt ist. Denn so vergeudest du keine wertvollen Stunden deiner Freizeit, um zwischen Uni, Wohnung und Sportverein hin- und herzupendeln.

Übrigens: Die meisten Universitäten bieten Uni-Sport an.

Ausgehen am Wochenende

Kleine Cafés, Studentenkneipen und Bars sind tolle Locations, um neue Leute kennenzulernen. Insbesondere jene gastronomischen Läden, die sich unmittelbar in der Nähe der Uni befinden, eignen sich perfekt, um Kontakte zu anderen Studenten und Erstsemestern zu knüpfen. Achte auch auf Aushänge am schwarzen Brett der Uni. Dort hängen manchmal Infos für Studenten-Treffpunkte und Veranstaltungen aus.

Zusammenfassung: Genieße dein Leben als Erstsemester

Für deinen gelungenen Start deines Studienalltags haben wir dir viele praktische Tipps gegeben und auch die Orientierungswoche wird dir den Studienstart erleichtern.

Auf einen wesentlichen Punkt wollen wir zum Abschluss noch eingehen: Die Studienzeit dient vornehmlich dem Studieren. Dennoch sollten dabei Spaß und Freizeit nicht zu kurz kommen. Schließlich gilt es für dich, nicht nur als Erstsemester gut über die Runden zu kommen, sondern auch die nachfolgenden Semester mit Freude am Lernen zu meistern und das Studentenleben bis zu deinem Abschluss motiviert durchzuhalten.

Gönne dir deshalb neben dem Lernstress und dem oftmals anstrengenden Studentenalltag auch die berühmt-berüchtigten süßen Seiten des Studentenlebens. Feiere, besuche Studentenpartys, leiste dir gelegentlich eine wilde Kneipentour und achte auf erholsame Freizeitaktivitäten. Der Ernst des Lebens fängt früh genug an!

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