Das Wichtigste auf einen Blick:

Köche bereiten nicht nur Gerichte zu, sondern übernehmen auch weitere Tätigkeiten wie die Arbeitsplanung und die Preiskalkulation.
Die Arbeit als Koch erfordert Einsatzbereitschaft, Flexibilität, psychische und physische Belastbarkeit sowie handwerkliches Geschick.
Köche können sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren und finden in verschiedenen Branchen Beschäftigung.
Die Kochausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung, in der die Auszubildenden im praktischen Teil ein Drei-Gänge-Menü zubereiten müssen.

Das Berufsbild Koch ist äußerst vielfältig: Köche organisieren Arbeitsabläufe, kalkulieren Preise, tätigen Bestellungen, bereiten verschiedenste Gerichte zu und halten sich dabei an die geltenden Hygienestandards. Wie die Kochlehre abläuft, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und was bei der Bewerbung als Koch zu beachten ist, erfährst du in diesem Beitrag. Außerdem stellen wir dir Bewerbungsvorlagen zur Verfügung.

Inhaltverzeichnis

Bewerbung: Koch

Wenn du dich als Koch bewerben möchtest, benötigst du neben der entsprechenden Qualifikation eine Bewerbungsmappe, in der sich alle notwendigen Bewerbungsunterlagen befinden. Dazu gehören ein Anschreiben, dein Lebenslauf und wichtige Anlagen wie Zertifikate, Abschluss- und Arbeitszeugnisse.

Lebenslauf

Damit dein potenzieller Arbeitgeber oder der Personaler, der deine Bewerbung sichtet, einen Überblick über deinen bisherigen schulischen und beruflichen Werdegang bekommt, fertigst du einen tabellarischen Lebenslauf an. Neben Informationen zu deiner schulischen Ausbildung und deiner Berufserfahrung solltest du darin persönliche Daten, besondere Kenntnisse und Fähigkeiten sowie aussagekräftige Hobbys angeben.

Du kannst Daten auslassen, die schon sehr weit zurückliegen und für die angestrebte Stelle nicht relevant sind. Mit unnötigen Informationen würdest du deine Bewerbung nur künstlich aufblähen.  

Weist dein Lebenslauf Lücken auf, musst du diese wahrheitsgemäß erklären können, wenn du beispielsweise im Vorstellungsgespräch darauf angesprochen wirst. Falls du eine Weile arbeitslos warst, bedeutet dies nicht gleich das Aus im Bewerbungsprozess. Hast du dich während dieser Zeit privat fachlich weitergebildet? Dann erwähne dies, um deine Chancen auf den Arbeitsplatz zu steigern.

Bewerbungsschreiben Koch

In deinem Bewerbungsanschreiben kannst du deine Motivation für den Beruf Koch darlegen und beschreiben, warum du ein geeigneter Bewerber bist. Wichtig ist, dass du einen Bezug zu dem Unternehmen herstellst, bei dem du dich bewirbst. Ziel ist es, eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu erhalten.

Gib in deiner Bewerbung an, in welchen Gastronomiebetrieben du bisher als Koch tätig warst. Köche, die zuletzt in einem Drei-Sterne-Lokal angestellt waren, haben beispielsweise andere Erfahrungen gesammelt als solche, die bisher in traditionellen Gasthöfen gearbeitet haben.

Informiere dich vor der Erstellung deiner Bewerbung darüber, wodurch sich der Betrieb auszeichnet und berücksichtige die Angaben in der Stellenanzeige. Wenn ein zuverlässiger und stressresistenter Mitarbeiter gesucht wird, dann lege anhand von beispielhaften Situationen dar, dass du über diese Eigenschaften verfügst.

In jedem Fall solltest du beim Verfassen deines Anschreibens bei der Wahrheit bleiben. Oft kommt schnell heraus, dass du gelogen hast, wenn das Können, das du bei der Arbeit zeigst, nicht mit den Angaben in deinem Bewerbungsschreiben übereinstimmt. Wenn sich herausstellt, dass du in deiner Bewerbung gelogen hast, kann dies nicht nur deinen Ruf schädigen, sondern auch eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.

Bewerbungsmuster

Vielen Arbeitsuchenden fällt es schwer, ein Anschreiben zu verfassen. Deshalb haben wir ein Bewerbungsanschreiben als Koch vorbereitet. An dieser Musterbewerbung kannst du dich orientieren, aber du solltest sie nicht ganz übernehmen, denn das könnte erfahrenen Personalern negativ auffallen.

Wir stellen dir zudem weitere Vorlagen für deine Bewerbung kostenlos als Download zur Verfügung. Darunter befinden sich auch einige Lebenslauf-Muster. Diese helfen dir insbesondere dann, wenn du im Umgang mit Design- und Schreibsoftware wie Word nicht besonders geübt bist.

Koch: Tätigkeiten

Köche erledigen je nach Anstellung unterschiedliche Aufgaben. Im Fokus steht dabei stets das Fertigen von Speisen. Damit kommt Köchen eine wichtige Rolle zu, denn wenn den Gästen das Essen in einem Gastronomiebetrieb nicht schmeckt, kommen sie in der Regel nicht wieder.

Je nachdem, in welcher Position Köche angestellt sind, übernehmen sie unter anderem folgende Tätigkeiten:

Speisekarten erstellen: Köche sind an der Erstellung von Speisekarten beteiligt. Dabei achten sie auf eine abwechslungsreiche Auswahl und berücksichtigen unter anderem aktuelle Ernährungstrends sowie die Saison. Deshalb bieten Restaurants häufig eine Saisonkarte an. Außerdem sind Lebensmittelunverträglichkeiten und bestimmte Ernährungsformen zu berücksichtigen.
Rezepte kreieren: Köche kochen Gerichte nicht einfach nach, sondern entwickeln selbst Rezepte, die im Lokal angeboten werden.
Einkauf und Kalkulation: Bevor gekocht werden kann, müssen die benötigten Zutaten eingekauft werden. Vorbereitend dafür kalkulieren Köche die Mengen und Kosten. Bei der Auswahl von Händlern und Lieferanten spielen sowohl der Preis und die Qualität der Ware als auch die Lieferbedingungen eine Rolle.
Kontrolle und Lagerung: Nachdem die Ware geliefert wurde, wird sie kontrolliert und anschließend entweder direkt verarbeitet oder fachgerecht gelagert. Hierbei müssen Köche stets den Überblick behalten, die Haltbarkeit der Lebensmittel beachten und Hygienevorschriften einhalten.
Organisation, Leitung und Überwachung: Je nach ihrer Stellung planen Köche den Einsatz des Küchenpersonals, leiten es an und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf.
Vorbereitung: Das Mise en Place, also die Vorbereitung des Arbeitsplatzes, ist insbesondere in Küchen wichtig, in denen unter großem Zeitdruck gearbeitet wird. Damit Köche zielgerichtet und schnell ans Werk gehen können, müssen die benötigten Lebensmittel sowie Küchengeräte greifbar und einsatzfähig sein.
Zubereitung: Bei der Organisation der Speisenzubereitung gibt es Unterschiede. In Großküchen hat meist jeder Koch eine spezielle Zuständigkeit, wie die Herstellung von Salaten oder Beilagen, wohingegen ein Koch in einer kleineren Küche mehrere Bereiche übernimmt. Weitere Unterschiede ergeben sich durch die kulinarische Richtung und den Anspruch des Betriebs. Zudem müssen gegebenenfalls Sonderwünsche von Gästen berücksichtigt und festgelegte Zubereitungszeiten eingehalten werden.
Anrichten: Köche bereiten nicht nur Mahlzeiten zu, sondern richten diese auch ansprechend an, bevor sie vom Servicepersonal zum Gast gebracht werden. In manchen Restaurants und Showküchen werden die Gerichte direkt vor Augen des Gastes gefertigt und angerichtet.
Aufräumen: Natürlich müssen Köche an ihrem Arbeitsplatz für Sauberkeit und Ordnung sorgen. Sie reinigen die Küchengeräte, lagern nicht verwendete Zutaten fachgerecht und entsorgen Küchenabfälle.

Fähigkeiten

Köche müssen wahre Organisationstalente sein, denn sie übernehmen teilweise viele verschiedene Tätigkeiten – und einige davon auch noch gleichzeitig. Dies erfordert unter anderem:

psychische und physische Belastbarkeit
Handgeschick
Leistungs- und Einsatzbereitschaft
Sorgfalt
Flexibilität
Merkfähigkeit

Da Köche im Stehen arbeiten und teilweise schwere Behältnisse heben müssen, ist es wichtig, dass du körperlich fit bist. Hinzu kommt, dass du in der Küche meist hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt bist. Du solltest außerdem kein Problem mit Körperkontakt und Enge haben, denn häufig arbeiten mehrere Köche auf engem Raum zusammen.

Eine Grundvoraussetzung für Köche ist ein guter Geschmacks- und Geruchssinn, damit sie leckere Gerichte zubereiten und selbst Rezepte entwickeln können. Zudem sind gewisse Rechenfertigkeiten gefordert, da Köche mitunter Mengen für Rezepte berechnen und Preise kalkulieren müssen.

Damit im Tagesgeschäft alles glatt läuft, müssen Köche ihre Zuständigkeiten kennen und im Team agieren. Köche erledigen also selbstständig ihre zugeteilten Aufgaben und arbeiten einander zu. Hierbei ist eine gute Kommunikation das A und O.

Beim Anrichten der Speisen sind Kreativität und ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik gefragt. Außerdem ist es wichtig, dass du Qualitätsmängel an unverarbeiteten Lebensmitteln und angerichteten Tellern erkennst.

Berufsalltag

Das Arbeitsumfeld und die Arbeitszeiten für Köche sind sehr variabel. Während der Arbeitstag in Kantinen häufig schon früh beginnt, endet er in Restaurants und Kneipen oft erst sehr spät. Zudem sind Überstunden keine Seltenheit.

Als Koch arbeitest du häufig dann, wenn andere feiern. Wochenend- und Feiertagsarbeit sind in der Gastronomie üblich und deine Urlaubstage kannst du nicht einfach nach eigenem Ermessen einteilen. Häufig gibt es Urlaubssperren an Feiertagen oder in der Hochsaison.

Branchen, in denen Köche eingesetzt werden

Köche werden in verschiedenen Branchen eingesetzt. Zum Beispiel arbeiten sie in der Gastronomie, im Catering, in der Hotellerie sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

Beschäftigung finden Köche und Köchinnen unter anderem in Küchen von

  • Gasthöfen,
  • Restaurants,
  • Cafés,
  • Schankwirtschaften,
  • Hotels,
  • Pensionen,
  • Jugendherbergen,
  • Kantinen,
  • Catering-Firmen,
  • Krankenhäusern,
  • Pflegeheimen
  • und Altenheimen.

Darüber hinaus können Köche in der Nahrungsmittelindustrie für Hersteller von Fertigprodukten und Tiefkühlkost arbeiten. Auch die Anstellung bei Schifffahrtsunternehmen ist eine Option. In diesem Fall kochst du beispielsweise auf Kreuzfahrtschiffen für die Passagiere.

Koch: Ausbildung

Koch/Köchin ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Gastgewerbe, der dual gelehrt wird. Die Auszubildenden sammeln also praktische Erfahrungen in ihren Ausbildungsbetrieben und werden in der Berufsschule in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet. Der Berufsschulunterricht findet an einem oder zwei Tagen in der Woche oder in Blockform statt.

In der Gastronomie herrscht Fachkräftemangel. Deshalb werden Nachwuchsköche derzeit händeringend gesucht. Grundsätzlich stehen deine Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, also gar nicht schlecht.

Ausbildungsdauer

In der Regel dauert die Ausbildung zum Koch drei Jahre. Allerdings kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden, wenn ein Azubi bereits einen entsprechenden berufsbildenden Bildungsgang besucht hat oder besonders gute Leistungen während der Ausbildung zeigt.

Ausbildungsablauf

Im ersten Ausbildungsjahr lernen angehende Köche das Arbeiten in der Küche und im Service kennen. Sie werden mit dem Einsatz von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern sowie mit den geltenden Hygienevorschriften vertraut gemacht. Auch die Büroorganisation und -kommunikation sowie Warenwirtschaft sind Themen, die behandelt werden.

Im zweiten und dritten Lehrjahr werden die Kenntnisse aus dem ersten Jahr vertieft. Zudem erlernen die Auszubildenden die Zubereitung verschiedenster Vor-, Haupt- und Nachspeisen mit pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse sowie mit Fleisch, Fisch, Eiern und anderen Produkten.

Eine große Herausforderung stellt für Koch-Azubis oft die Zubereitung von Suppen und Soßen dar, denn immer häufiger wird im Alltag auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Ein Vorzeigebeispiel hierfür ist die Sauce Hollandaise, die sogar in gehobeneren Restaurants oft nicht selbst hergestellt wird.

Sauce Hollandaise von einem Koch
Kann nicht jeder: Sauce Hollandaise.

Neben dem À-la-carte-Geschäft, also dem regulären Speisenangebot in einem Lokal, werden die Nachwuchskräfte unter anderem auch auf besondere Festlichkeiten und Buffets vorbereitet. Außerdem lernen sie, Gäste bezüglich ihrer Speisenwahl richtig zu beraten.

In der Berufsschule werden nicht nur berufsspezifische Lernfelder, sondern auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet. Hinzu kommen Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung sowie Umweltschutz.

Nach dem ersten Lehrjahr findet die praktische Zwischenprüfung statt, in der grundlegende handwerkliche Techniken geprüft werden. Du musst anhand eines selbst erstellten Ablaufplans einfache Speisen zubereiten und dabei die geltenden Hygiene-Richtlinien beachten.

Die Abschlussprüfung steht nach dem dritten Jahr auf dem Plan. Hierbei wird das Fachwissen der Schüler sowohl schriftlich als auch praktisch geprüft. Im praktischen Prüfungsteil musst du dein handwerkliches Können unter Beweis stellen, indem du ein selbst kreiertes Drei-Gänge-Menü nach bestimmten Anforderungen zubereitest und präsentierst. Außerdem musst du ein gastorientiertes Gespräch führen.

Zusatzqualifikationen

Während ihrer Ausbildung können die angehenden Köche Zusatzqualifikationen erwerben, um sich eine verbesserte Startposition in der Arbeitswelt zu sichern. Für diejenigen, die selbst frühestmöglich die Führung übernehmen wollen, bietet sich die Zusatzqualifikation Küchenmanagement an. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlichen Themen.

Weitere Möglichkeiten wären die Zusatzqualifikation Europaassistent/in, bei welcher der Fokus auf interkulturelle Kompetenzen liegt, oder Barmixer/in, durch welche die Nachwuchsköche unter anderem die Herstellung von Mixgetränken lernen.

Schulische Voraussetzungen

Wenn du Koch werden möchtest, musst du rechtlich gesehen keine bestimmte Vorbildung mitbringen. Überwiegend stellen Betriebe Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Grundsätzlich hast du gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, wenn du gute Noten in folgenden Schulfächern hast:

Hauswirtschaftslehre
Deutsch
Mathematik
Chemie

Angehende Köche befassen sich unter anderem mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln und deren Veränderung bei der Lagerung und Verarbeitung. Daher ist es nützlich, wenn Auszubildende über ein solides Grundwissen in Chemie verfügen. Sie sollten außerdem die Grundrechenarten beherrschen und Prozente berechnen können. Schließlich müssen sie unter anderem Mengenverhältnisse berechnen.

Entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung sind aber nicht deine bisherigen Schulnoten. Stattdessen ist es wichtig, dass du eine gewisse Neugier sowie großes Interesse an Lebensmitteln und deren Verarbeitung mitbringst. Zudem sind Kreativität, Durchhaltevermögen und Stressresistenz Eigenschaften, die dich zu einem guten Koch-Azubi machen.

Damit du im Lebensmittelbereich tätig werden darfst, benötigst du nach Paragraf 43 des Infektionsschutzgesetzes eine Bescheinigung, die belegt, dass du vom Gesundheitsamt zum Thema Infektionsschutz geschult wurdest. Hintergrund ist, dass über Nahrungsmittel Krankheitserreger übertragen werden können. Durch die Belehrung der Angestellten soll dies verhindert werden.

Koch in Ausbildung: Gehalt

Während deiner Ausbildung ist dein Ausbildungsbetrieb dazu verpflichtet, dir eine Ausbildungsvergütung zu zahlen. Diese richtet sich in tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Dabei darf das Ausbildungsgehalt die gesetzlich geregelte Mindestvergütung nicht unterschreiten.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist im Hotel- und Gaststättengewerbe – je nachdem, in welchem Bundesland du ausgebildet wirst – eine Ausbildungsvergütung in folgendem Umfang möglich:

  1. Ausbildungsjahr: 625 bis 815 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 675 bis 950 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 775 bis 1.065 Euro

Wenn du deine Ausbildung in schulischer Form absolvierst, erhältst du keine Vergütung.

Koch: Gehalt nach der Ausbildung

Wie in anderen Berufen auch, ist dein Gehalt als Koch oder Köchin von verschiedenen Faktoren abhängig – unter anderem von der Betriebsgröße, der Branche und deiner Erfahrung. So ist ein Küchenchef-Gehalt in der Regel deutlich höher als ein Jungkoch-Gehalt.

Das Einstiegsgehalt beläuft sich auf circa 1.600 bis 1.900 Euro brutto. Wenn du schon lange in dem Beruf arbeitest, kann sich dein Gehalt auf mehr als 2.700 Euro steigern. Für einen Küchenchef oder Chefkoch sind mehr als 3.000 Euro möglich. Diese Position erfordert in der Regel einen Meistertitel.

Koch: Weiterbildung und Aufstieg

Mit Abschluss der Ausbildung hört für Köche das Lernen nicht auf. Um ihre Fachkenntnisse aktuell zu halten und zu erweitern, nehmen Köche an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Im Fokus stehen dabei unter anderem Themen wie Küchenhygiene oder Lebensmittelrecht. Auch über technische Trends halten sich Köche auf dem Laufenden.

Als Koch/Köchin kannst du dich auch auf bestimmte Bereiche wie etwa die Diätküche spezialisieren.

Um beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen, können sich Köche zum Küchenmeister weiterbilden. Weitere Karrierechancen ergeben sich durch den erfolgreichen Abschluss eines Bachelorstudiums. Anbieten würden sich die Studienfächer Ernährungswissenschaft oder Lebensmitteltechnologie.

Ausgebildete Köche und Köchinnen können sich zum Beispiel mit einer Gaststätte, einem Catering- oder Lieferservice selbstständig machen oder sich als Franchisenehmer versuchen.

Verwandte Berufe

Als Koch ist dein Haupttätigkeitsfeld das Herstellen von verschiedenen Speisen. Somit bieten sich dir verschiedene Einsatzmöglichkeiten in verwandten Berufen. Wenn du dich auf bestimmte Bereiche spezialisierst, kannst du beispielsweise als Pizzabäcker/in, Grilleur/in oder Diätkoch/-köchin tätig werden.

Da zu der Kochausbildung auch die Herstellung von Teigen, Nachspeisen und Desserts gehört, sind dir unter anderem die Grundlagen der Patisserie bekannt. Auf diesem Grundlagenwissen kannst du aufbauen und gegebenenfalls eine Umschulung oder eine zweite Ausbildung absolvieren. Dann ist auch eine Anstellung als Patissier/Patissière, Bäcker/in oder Konditor/in denkbar.

Eine weitere Perspektive ist die Beschäftigung als Hauswirtschafter/in, da du als Koch unter anderem gelernt hast, Speisepläne zu erstellen, Arbeitsabläufe zu planen und Einkäufe entsprechend dem Lebensmittelbedarf zu erledigen. Zudem ist eine Anstellung als Süßwarentechnologe/-technologin oder Fachkraft für Lebensmitteltechnik denkbar.

Bildnachweis: Kzenon / Shutterstock.com; Ildi Papp / Shutterstock.com